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Scienc & Faction

Das Global Village wird zur Großstadt

Fast vier Jahre ManagerSeminare, fast vier Jahre Science & Faction: Zeit für eine Rückschau, ein Interview mit Gerd Gerken, ein Vorgeschmack auf moderne Kommunikationsformen und eine Buchempfehlung.
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Ein Vierteljahr von der Erstellung dieser Seiten bis zu ihrer Veröffentlichung. Drei Monate und eine kleine Ewigkeit, denn während der letzten neunzig Tage konnte man einmal mehr erleben, wie sich die Zukunft selbst überholt. Ein Blick zurück: Im Dezember ´93 recherchierte ich die Kolumne, die Sie in der letzten Ausgabe in Händen hielten. Es ging um die Explosion der Neuen Medien, um Netze und Nintendo, Cyber-Spekulanten und Multi Media.

Drei Monate später sitze ich an meinem Powerbook, via Modem mit der Welt verbunden. Ich schaue aus dem Fenster: es hagelt, naß-kaltes Aprilwetter und ich öffne vom „Bayerischen Hof” aus eine Datei in meinem Mac zuhause. Der steht zwar 50 Kilometer weit weg in Heidelberg, dennoch blicke ich über das Netz auf die Anfänge der Kolumne in Heft Eins, Oktober 1990, zurück. Es ging es um BrainMachines. Ich importiere die Daten, schließe die Datei, klinke mich aus und befinde mich wieder im April ´94. Zeitreisen – ein gutes Gefühl.

Zum Einstieg: Können Sie kurz das Wort Bewußtsein definieren?

Gerd Gerken: Das ist die Selbstreflektion eines Ich, in Bezug auf die Umwelt.

Als ich im Dezember ´93 an der Kolumne über Medien, Netze & Nintendo saß, konnte ich unmöglich ahnen, wieviel in den nächsten drei Monaten passieren würde. Mit Brain-Tech, einer Traum-Firma, die ich Ende der Achtziger gründete, erlebte ich Januar ´94 eine schmerzhafte Bauchlandung, die mich jäh aus meinen Träumen riß. Dafür wurde mir, nur zwei Tage nach der Pleite, die Redaktion eines Jugendmagazins für Zukunftstechniken übertragen. Zudem flatterten mir etliche Aufträge für Kassetten-Produktionen ins Haus, ein Unternehmensberater will mir dazu eigens ein komplettes Tonstudio hinstellen, und wir entwerfen zusammen die Kommunikations-Architektur einer Mailbox für Unternehmensberatung. Dreh- und Angelpunkt: Neue Medien und Bewußtsein, Themen, über die ich in der letzten Kolumne berichtete. Warum ich das erzähle? Weil es den Menschen hinter den Zeilen reflektiert, die Zeit in der wir leben, ihre rasante Beschleunigung und den wachsenden Wert abstrakten Wissens…
Autor(en): Lutz Berger, Isis Herzog
Quelle: managerSeminare 16, Juli 1994, Seite 38-44
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