Management

Quiet Cracking in Unternehmen
Quiet Cracking in Unternehmen

Der stille Beziehungsbruch

merken
Nach Quiet Quitting rollt der nächste Trendbegriff durch die Arbeitswelt: Quiet Cracking. Seit gut einem Jahr steht Quiet Cracking in den USA im Mittelpunkt vieler Debatten über die Arbeitswelt. Jetzt hat es der Begriff auch nach Deutschland geschafft und stößt Führungskräfte auf ein Phänomen, das sie oft erst viel zu spät bemerken: die funktionale Präsenz von Mitarbeitenden bei deren gleichzeitiger innerer emotionaler Erosion.

Preview

Alter Arbeitsfrust, neuer Begriff? Dem Konstrukt Quiet Cracking auf der Spur

Variantenreicher Frust: Wieso Quiet Cracking im Spektrum der Arbeitsunzufriedenheit aus wissenschaftlicher Sicht kein Novum ist

Kontextuelle Betrachtung: Was Quiet Cracking als Form von Arbeitsunzufriedenheit ein spezielles Gepräge gibt

Zentrale Stellhebel: Was Unternehmen und Führungskräfte tun können, um der inneren Erosion der Arbeitszufriedenheit entgegenzuwirken


Cover managerSeminare 337 vom 27.03.2026Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 337

Nach außen hin ist alles in Ordnung: Deadlines werden eingehalten, Aufgaben zuverlässig erledigt, Fehlzeiten sind unauffällig, Fehler die Ausnahme. Führungskräfte können zufrieden sein mit solchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Oder etwa doch nicht?

Eine Online-Umfrage zur Arbeitszufriedenheit, die das US-Unternehmen TalentLMS im Frühjahr 2025 unter 1.000 US-Beschäftigten durchgeführt hat, schürt Zweifel daran. Ihr zufolge gibt es ein neues Phänomen: eine „schleichende und unsichtbare Erosion der Arbeitszufriedenheit von innen heraus“. TalentLMS hat dieses Phänomen – offenbar in Eigenregie – Quiet Cracking genannt. Als zentrale Auslöser für das „leise Knacken“ nennt die Firma zwei Punkte: Erstens, den fehlenden Glauben von Mitarbeitenden daran, eine Zukunftsperspektive im Unternehmen zu haben. Und zweitens ein Gefühl der Entfremdung: Betroffene fühlen sich in ihren Betrieben nicht gehört, gesehen und unterstützt. Rund 20 Prozent der Befragten, so das Ergebnis der Studie, erleben Quiet Cracking in der einen oder anderen Form häufig bis ständig, 34 Prozent gelegentlich. Die Folgen könnten mit der Zeit Disengagement, sinkende Produktivität und steigende Fluktuation sein, warnt TalentLMS.

Ist Quiet Cracking mehr als ein neuer Modebegriff für alten Arbeitsfrust?

Seit Veröffentlichung der Umfrage zählt Quiet Cracking in den USA zu den meistdiskutierten Arbeitsweltthemen. Und mittlerweile fragen sich auch hierzulande Führungskräfte: Ist das Thema relevant für uns? Oder handelt es sich dabei nur um ein neues Buzzword? Schließlich ist es noch nicht lange her, dass zwei ganz ähnliche Trendbegriffe die Runde machten. Im Jahr 2022 war viel von Quiet Quitting, der „stillen Kündigung“ die Rede. 2023 folgte das laute Pendant – Loud Quitting. Beide Konstrukte ergänzten das „alte“ Thema Mitarbeiterzufriedenheit um neue Facetten; sie ließen es quasi mit der Zeit gehen.

Weiterlesen
Wir setzen mit Ihrer Einwilligung Analyse-Cookies ein, um unsere Werbung auszurichten und Ihre Zufriedenheit bei der Nutzung unserer Webseite zu verbessern. Bei dem eingesetzten Dienstleister kann es auch zu einer Datenübermittlung in die USA kommen. Ihre Einwilligung bezieht sich auch auf die Erlaubnis, diese Datenübermittlungen vorzunehmen.

Wenn Sie mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden sind, klicken Sie bitte auf Akzeptieren. Weitere Informationen zur Datenverarbeitung und den damit verbundenen Risiken finden Sie hier.
nach oben Nach oben