Wissen

Querdenken trainieren

Werden Sie ein kreativer Kopf!

Ob es um die Innovation neuer Produkte bzw. Verfahren, um Teamarbeit oder schlichtweg um Selbstmanagement geht - die Fähigkeit zum Querdenken ist mehr denn je gefragt. Schliesslich helfen gute Einfälle beim Arbeiten immer weiter. Doch wie kann der berühmte Geistesblitz herbeigezaubert werden? managerSeminare zeigt, wie sich Querdenken trainieren läßt.
Kostenfrei für Abonnent/innen von managerSeminare
Downloaden
Ob es um die Innovation neuer Produkte bzw. Verfahren oder schlichtweg um Selbstmanagement geht - die Fähigkeit zum Querdenken ist mehr denn je gefragt. Schliesslich helfen gute Einfälle beim Arbeiten immer weiter. Doch wie kann der berühmte Geistesblitz herbeigezaubert werden?

Laut Innovationsberater und Kreativitätstrainer Arno Dirlewanger hebt sich ein kreativer Kopf durch seinen Denkstil von anderen Personen ab. Eine kreative Leistung beruhe häufig auf der Kombination zweier oder mehrerer gänzlich unterschiedlicher Elemente. Auch Kreativitätstrainer Heinz-Jürgen Boeddrich ist überzeugt, dass die Beschäftigung mit verschiedenen Wissensbereichen in der Regel originellere und weiterführende Ansätze hervorbringe als eine Spezialisierung im engen Problemfeld.

Was zeichnet einen kreativen Kopf noch aus? Der amerikanische Psychologie-Professor Mihalyi Czikszentmihalyi kam zu der Erkenntnnis, dass sich kreative Menschen ihr Leben lang eine kindliche Neugier bewahrt haben. 'Ohne eine brennende Neugier ist es unwahrscheinlich, dass man die Ausdauer aufbringt, etwas Neues und Bedeutendes zu schaffen', so der Kreativitätsforscher.
Neben der gründlichen Auseinandersetzung mit einem Problem muss aber auch dem Unterbewusstsein eine Chance gegeben werden. 'Zu den Aktivitäten, die unbewusst kreative Prozesse fördern, gehören Spazierengehen, Duschen, Schwimmen, Autofahren, Gartenarbeit, Weben oder Holzarbeiten', sagt Csikszentmihalyi.

Die Analyse genialer Persönlichkeiten wie dem Chemiker Friedrich August Kekulé oder Albert Einstein konnte der Forschung den Zugang zu kreativen Denkstrukturen öffnen. Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass Kreativität durchaus erlernbar ist. Das Resultat dieser Erkenntnis spiegelt sich in den zahlreichen Kreativitätstechniken wie Brainstorming oder Wortassoziationen, die helfen sollen, Ideen zu finden, zu strukturieren oder durchzusetzen.

Helmut Schlicksupp, Kreativitätstrainer und Autor verschiedener Bücher zum Thema Kreativität, sieht den Nutzen der Kreativitätstechniken weniger in der schnellen Produktion von Ideen, denn im Üben neuer Denkstile. Übung mache dabei den Meister. Und er meint, dass durch kleine Eingriffe in die Routine die Wahrnehmung verändert werden kann. Um den eigenen Horizont zu erweitern, empfiehlt der Kreativitätstrainer, möglichst viel Fachfremdes zu lesen. Darüber hinaus hält er es für schwierig, Kreativität auf wenige Erfolgsformeln zu reduzieren. Letztlich müsse jeder für sich selbst herausfinden, was seinen Ideenfluss beflügelt und was ihn blockiert.
Autor(en): Petra Walther
Quelle: managerSeminare 39, November 1999, Seite 50-60
Wir setzen Analyse-Cookies ein, um Ihre Zufriedenheit bei der Nutzung unserer Webseite zu verbessern. Diese Cookies werden nicht automatisiert gesetzt. Wenn Sie mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden sind, klicken Sie bitte auf Akzeptieren. Weitere Informationen finden Sie hier.
Akzeptieren Nicht akzeptieren
nach oben Nach oben