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Psychologie

Das Gehirn ist nicht grenzenlos multitaskingfähig

Multitasking lässt sich nicht wirklich trainieren. Das zeigt eine neue Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Über zwölf Tage ließen die Forscher Versuchspersonen immer wieder zwei Aufgaben gleichzeitig lösen, die unterschiedliche Sinne ansprachen, z.B. eine Seh- und eine Höraufgabe zur gleichen Zeit. Gemessen wurden dabei Tempo und Fehlerquote. Mit der Zeit wurden die Teilnehmenden zwar schneller und machten weniger Fehler, doch sobald die Forscher auch nur eine Kleinigkeit an den Aufgaben änderten, schnellten Fehlerquote und Bearbeitungszeit wieder hoch.

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Die Versuchspersonen hatten also nicht gelernt, besser gleichzeitig zu denken, sondern sich lediglich eine Routine für genau diese eine Aufgabenkombination angewöhnt. „Unser Gehirn ist sehr geschickt darin, Prozesse hintereinander zu reihen, sodass sie sich nicht stören. Allerdings hat diese Optimierung ihre Grenzen“, erklärt Studienautor Dr. Torsten Schubert. Das Wissen über diese Grenzen könne dabei helfen, Arbeitsabläufe, Lernumgebungen und Sicherheitsmaßnahmen im Alltag besser zu gestalten.

Hier geht es zur vollständigen Studie: msmagazin.info/340Multitasking (in englischer Sprache)

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