Management

Planspiele

Simulierte Realitäten für den Chef von morgen

Kollege Computer macht auch vor der Management-Ausbildung nicht mehr halt. Planspiele setzen sich als aktive Lernmethode für den Management-Nachwuchs und nahezu alle Führungsebenen auf breiter Front durch. Die rasante Entwicklung im Bereich der EDV eröffnet immer neue Einsatzfelder. Ein Planspiel ist heute nicht nur in der Lage Zahlen, Daten, Fakten zueinander in Beziehung zu setzen, auch Komponenten wie Teamfähigkeit, Führungsstil und Mitarbeitermotivation finden inzwischen ihre Berücksichtigung bei Ablauf und Ergebnis.
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Unternehmerisches Denken und Handeln muß man lernen. Dabei stellt sich die an Kürze und Schlichtheit bestechende und durchaus berechtigte Frage: Wie? Die heile Welt frisch studierter Dipl.-Volks- und Dipl.-Betriebswirte bekommt in der unternehmerischen Realität schnell ihre Risse. Die immer komplexere Umwelt, die immer schnellere Entscheidungen vor einem zunehmend undruchsichtigeren Hintergrund verlangt, treibt aber auch gestandenen Unternehmern den Schweiß auf die Stirn. So steckt in der Eingangsfrage ein gewisser Sarkasmus. Natürlich muß man unternehmerisches Handeln lernen, nur Fehler darf man sich nicht erlauben, die Folgen könnten für das Unternehmen schließlich katastrophal sein. Den daraus resultierenden Führungsstil haben die Amerikaner mit dem treffenden Ausdruck 'to muddle thru' belegt. Die meisten Unternehmen 'wursteln sich eben so durch...'

Vor diesem Hintergrund sollte das Planspiel eigentlich fester Bestandteil der Management-Ausbildung sein, lernen doch schließlich auch angehende Piloten im Flugsimulator bei Bodennebel sicher das Ziel zu finden. Auch das Planspiel ist ein Simulationsmodell der Berufs-Wirklichkeit und je nach Lernziel von ganz unterschiedlicher Komplexität, aber vom Lernprinzip her immer ganzheitlich und vernetzt konstruiert. Völlig risikolos läßt sich am Planspiel aus Fehlern lernen und in Grenzbereichen experimentieren, wodurch erst die verborgenen Auswirkungen von Entscheidungen in vernetzten Systemen transparent werden. Und dies ist schließlich die Voraussetzung, um zu Entscheidungen zu kommen, die ausgewogen sind und sich - wie Dr. Walter Rohn, Leiter der Deutschen Planspielzentrale, es nennt - zugleich integrierend und integriert auswirken…
Autor(en): Jürgen Graf
Quelle: managerSeminare 03, April 1991, Seite 16-18
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