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Neue Stiftung

Unternehmen schließen Bündnis für Beschäftigung

Die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes ist eine Dauerforderung der Unternehmen an die Politik. Nun sind sie diesbezüglich auch erstmals selbst im großen Stil aktiv geworden. Anfang Oktober 2009 haben sich in Berlin 20 DAX-30-Unternehmen und andere Blue-Chip-Firmen zur Stiftung der deutschen Wirtschaft für Arbeit und Beschäftigung (SWAB) zusammengeschlossen. 'Auf der einen Seite wollen wir Arbeitslosen oder in Kurzarbeit geparkten Fachkräften helfen, passende Projekte oder Jobs zu finden. Auf der anderen Seite Unternehmen die Möglichkeit bieten, aktuell nicht ausgelastete Professionals vorübergehend für Projekte in anderen Firmen freizustellen', erklärt Stiftungsinitiator und Geschäftsführer Torsten Krug das doppelte Ziel der Stiftung. Wichtigstes Vehikel dieses Programms ist die Online-Plattform Professional TC. Unter www.professional-tc.de haben Unternehmen die Möglichkeit, Aufträge und Projekte auszuschreiben, auf die sich Professionals dann bewerben können – sofern sie einen Referenzcheck bestehen. 'Sie müssen Akademiker sein und mindestens drei Jahre für ein Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern gearbeitet haben', nennt Krug die zentralen Zertifizierungskriterien. Am 1. Dezember 2009 wird zudem mit der Plattform Azubi TC ein Pendant der Plattform Professional TV für Auszubildende freigeschaltet. Unternehmen jeglicher Größe können Auszubildende über die Plattform rekrutieren, abstellende Unternehmen müssen allerdings börsennotiert sein. 'Insbesondere die Großunternehmen bilden oft – zum Beispiel weil sie tariflich dazu verpflichtet sind – über Bedarf aus', erklärt Krug den Hintergrund dieser Regelung.

Managementakademie in den Startlöchern

Ein weiteres Projekt ist ebenfalls noch in der Mache: Im Januar 2010 will die Stiftung zusammen mit einem bis dato nicht genannten Kooperationspartner eine Managementakademie gründen. Krug: 'Die Begleitung von Menschen in neuen Arbeitswelten – z.B. der Selbstständigkeit – und Führungsthemen werden die Schwerpunkte im Portfolio bilden.' Durch ihre Angebote will die Stiftung, die als GmbH geführt wird, binnen zwei Jahren Gewinne generieren. Bis dato wird sie durch die Mitgliedsunternehmen finanziert. Über Investitionen und die Einhaltung des Stiftungszwecks wacht ein mit Vorständen aus Großunternehmen sowie dem ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement prominent besetzter Stiftungsrat. Geleitet wird er von Professor Jutta Rump, Leiterin des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE) an der Fachhochschule Ludwigshafen.
Autor(en): (ama)
Quelle: managerSeminare 141, Dezember 2009
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