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Neue Kongressmesse

Gender Balance statt Verteilungskämpfe

Frauenpower soll sich am 28. November 2014 in Karlsruhe entfalten. Dann öffnet zum ersten Mal eine neue Kongressmesse ihre Pforten: die WoMenConnex. 'Das großgeschriebene Men im Titel ist allerdings kein Zufall', sagt die Veranstaltungsorganisatorin Claudia Nötzelmann von der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH. Denn das neue Event soll sich nicht nur um Frauen drehen. Es soll vielmehr dem Gedanken Rechnung tragen, dass für eine frauen- und familienfreundlichere Gestaltung der Arbeitswelt auch die Männer ins Boot geholt werden müssen. Deshalb gibt es auf der Veranstaltung einen Workshop eigens für Männer: Peter Modler, Trainer, Berater und Buchautor ('Das Arroganz-Prinzip'), will den Teilnehmern darin vermitteln, wie sie besser mit Frauen kommunizieren können.

Gleichwohl liegt ein Schwerpunkt des Kongressprogramms auf Beiträgen, die vor allem Frauen adressieren – Berufseinsteigerinnen, Wiedereinsteigerinnen, Professionals und Selbstständige. Für sie gibt es zahlreiche Praxis-Workshops, in denen Karriere-Know-how vermittelt wird. Außerdem werden Speed Coachings angeboten, und die Frauen können sich an sogenannten Boxenstopps Ratschläge holen. Dort geben Mitglieder des Netzwerks 'Spitzenfrauen Baden-Württemberg' Tipps für die Karriere. Darüber hinaus richtet sich das Kongressprogramm an Personalverantwortliche, die zum Beispiel wissen wollen, wie Frauen für MINT-Berufe gewonnen werden können oder wie Female Recruiting funktioniert. Auch für die Firmenvertreter gibt es interaktive Angebote – etwa eine Networking Area, in der der Austausch über Best Practices gefördert werden soll.

Die Keynotes auf dem Kongress nehmen sich vor allem des Konfliktpotenzials an, das im Thema Frauenförderung stecken kann. So geht die Personalmanagement-Expertin Jutta Rump in ihrem Beitrag darauf ein, dass Frauenförderung mit Verteilungskämpfen einhergehen kann. Rump will aufzeigen, wie eine Personalpolitik aussehen muss, die statt neuer Ungleichgewichte echte Gender Balance herstellt. Dass der Weg nach oben nicht immer leicht ist, dürfte auch in verschiedenen Podiumsdiskussionen zum Ausdruck kommen. Etwa wenn Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a. D., und Verena Rob­recht, Topmanagerin bei Bosch Rexroth, im Format 'Zwei Frauen – Zehn Fragen' Einblicke in ihre persönlichen Karrierewege gewähren. Begleitet wird der Kongress von einer Ausstellung, zu der sich bisher 43 Aussteller – darunter Unternehmen, Initiativen und Verbände – angemeldet haben.
Autor(en): (jum)
Quelle: managerSeminare 200, November 2014
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