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Gerechtigkeit ist etwas Absolutes

Moralisches Missverständnis

Ulf D. Posé ist Präsident des Ethikverbandes der Deutschen Wirtschaft e.V. Für managerSeminare wirft er in seiner Kolumne 'Der ethische Kompass' regelmäßig einen kritischen Blick auf unser tägliches Handeln in Wirtschaft und Beruf, hinterfragt die Normen, die uns dabei leiten, und stellt allgemein akzeptierte Wertvorstellungen auf den Prüfstand.

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'Es geht ungerecht zu in unserem Land.' Dieser Vorwurf ist immer wieder zu hören: von der Politik, in den Medien, am Stammtisch. Die öffentliche Diskussion um Gerechtigkeit beweist aber vor allem eines: dass es uns an geeigneten Maßstäben fehlt, um Gerechtigkeit überhaupt zu beurteilen. Schon die Geschichte des Begriffs ist äußerst wechselvoll.

Aristoteles hat die Prinzipien von Gerechtigkeit mit der Einhaltung von sozialen Normen begründet. Ihm ging es um das 'Rechte', das dann getan war, wenn ein gemeinsames Gut für die Gesellschaft verwirklicht wurde. Der römische Jurist Ulpian definierte Gerechtigkeit individueller: als den festen Willen, einem jeden Menschen sein Recht zukommen zu lassen. Thomas von Aquin kannte gleich drei Arten von Gerechtigkeit. Noch heute unterscheiden wir Rechte aufgrund von Verträgen, Rechte auf Grund von Gesetzen und Rechte aufgrund der Tatsache, dass wir Menschen sind.

Von der Rechtsprechung unabhängig fühlen sich Menschen, die mit ihrer Lage unzufrieden sind, seit jeher ungerecht behandelt. Im 17. Jahrhundert wollte eine englische Partei dieses Problem lösen. Die Utilitarier verlangten nicht weniger als die Maximierung des Glücks und richteten ihre politischen Ziele am Wohl der Mehrheit aus. Leider öffneten sie damit dem Egoismus und der Unterdrückung von Minderheiten Tür und Tor.

Autor(en): Ulf D. Posé
Quelle: managerSeminare 143, Februar 2010, Seite 35 - 35 , 4407 Zeichen

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