Management

Mediation

Vermittlung durch den dritten Mann

Mediation ist in Deutschland noch wenig verbreitet. Mediation ist eine definierte Methode im Konfliktmanagement, bei dem es um die Vermittlung in Streitfällen durch einen unparteiischen Dritten geht. Mediation ist erfolgreich …
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Zwei Projektteams innerhalb eines jungen Softwareunternehmens haben massive Probleme bei der Zusammenarbeit. Seit fünf Wochen arbeiten sie an einem Softwareprojekt, auf dem ein hoher Zeit- und Erfolgsdruck lastet. Die Geschäftsführung wirft den Projektleitern mangelhafte Organisation vor. Die Projektleiter beklagen, daß die Geschäftsführung ohne interne Abstimmung mit der Entwicklung und der Produktion dem Kunden einen Fertigstellungstermin vertraglich zugesichert habe. Darüber hinaus würden wichtige Informationen nicht weitergegeben, die technischen und personellen Ressourcen seien zu knapp.

In den laufenden Projektbesprechungen verhärten sich die Positionen zunehmend. Zwischen der Geschäftsführung und einem der Projektleiter beginnt ein Machtkampf. Die Situation eskaliert endgültig, als zwei Softwaretechniker die Kündigung androhen. Nach einer Aussprache entscheidet sich die Geschäftsführung ein externes Beratungsunternehmen hinzuziehen. Bei der ersten telefonischen Kontaktaufnahme mit dem Beratungsunternehmen drängt die Geschäftsführung nach Lösungsvorschlägen. Die Berater signalisieren aber, daß sie nicht als Lösungsexperten operieren sondern als Vermittler beim Aushandeln der nötigen Veränderungen zur Verfügung stehen wollen.

Mediation heißt ein Konfliktlösungsverfahren, von dem in Deutschland seit einigen Jahren zu hören ist. Es handelt sich dabei um ein Verfahren, das in den 60er und 70er Jahren in den USA entwickelt und dort mit Erfolg in vielen Lebensbereichen angewendet wird. Wörtlich übersetzt bedeutet Mediation „Vermittlung”. Gemeint ist die Vermittlung in Streitfällen durch einen unparteiischen Dritten, der von allen Beteiligten akzeptiert wird. Der Vermittler leitet das Verfahren. Er hat kein Interesse an einem bestimmten Ausgang des Verfahrens und auch keine Entscheidungsbefugnis…
Autor(en): Michael Seipel
Quelle: managerSeminare 24, Juli 1996, Seite 86-89
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