Management

Leistungsfähigkeit erhalten

Nickerchen im Büro

Mal kurz die Augen schließen und die Beine hochlegen… Was sich viele Manager hierzulande an langen Arbeitstagen wünschen, ist in den USA in einigen Firmen sogar erwünscht: die Mütze Schlaf im Büro, die den Mitarbeiter gesund und leistungsfähig erhalten soll. Über die wohl älteste Form der Entspannung.
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Der Managertag bleibt hart. Immer mehr Unternehmen werden dem Trend folgen und drei Managern die Arbeit auftragen, die zuvor von fünf Führenden erledigt wurde. Die Folge: Lange Arbeitstage werden für immer mehr Angestellte zum Dauerzustand. Erholungspausen, die früher zuhause genommen wurden, müssen zunehmend ins Büro verlegt werden, wenn die Leistungsfähigkeit unter den ausgedehnten Arbeitszeiten nicht leiden soll.

Damit gewinnt ein Thema an Aktualität, das sich lange Zeit niemand anzurühren traute: Büroschlaf. Denn mit Arbeitstagen, die oft vor neun anfangen und selten vor sieben Uhr enden, sind immer mehr Menschen von Schlafentzug und Müdigkeit betroffen. Nach einer Umfrage des Gallup-Instituts, Princeton/New Jersey, bekunden 56 Prozent der Berufstätigen, daß sie während des Tages mindestens einmal von einer Phase heftiger Müdigkeit befallen werden. Der Druck der Arbeitstage, oft lange Anfahrzeiten zum Arbeitsplatz und die Ansprüche des Familienlebens lassen Entspannung zu kurz kommen.

Das Thema Müdesein quält, aber Schlaf während der Arbeitszeit ist in der modernen Streßgesellschaft immer noch anrüchig, stellt der Berufsverband Deutscher Psychologen (BDP), Bonn, fest. Arbeitszeit heißt tätig sein, nicht ruhen. Oft wird das Schlafbedürfnis deshalb einfach unterdrückt, mit der Folge übellauniger Nachmittage und unkonzentriert erledigter Arbeiten. Andere Mitarbeiter sind erfinderisch - und ziehen sich in ihrer Not in ein leeres Büro zurück, legen ein Nickerchen im Waschraum ein oder schleichen sich in die Tiefgarage, um eine Viertelstunde auf dem zurückgeklappten Fahrersitz zu schlafen…
Autor(en): Axel Gloger, Nicole Bußmann
Quelle: managerSeminare 36, Mai 1999, Seite 30-33
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