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Rund 62 Prozent der deutschen Beschäftigten nutzen Künstliche Intelligenz (KI) bereits für berufliche Zwecke – jedoch wurden nur wenige von ihrem Arbeitgeber in diese Tools eingeführt. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Befragung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), für die rund 9.800 Arbeitnehmende befragt wurden. Nur knapp die Hälfte der Befragten, deren KI-Nutzung sich seit der Einführung von ChatGPT und Co. intensiviert hat, gab an, dass ihr Unternehmen sie an die für die Erledigung ihrer Aufgaben wichtigsten Tools herangeführt habe. Bei jenen, bei denen die KI-Nutzung gleich blieb, sind es sogar nur 25 Prozent.
Generative KI-Tools wie ChatGPT sind günstig und leicht zugänglich – und somit ein großer Treiber der Nutzung künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz.
Unsplash/Emiliano VittoriosiEinen Grund für die Diskrepanz sehen die Studienautorinnen und -autoren in der Zugänglichkeit der neuen Technologie – für die Nutzung generativer KI sei eine betriebliche Einführung keine Voraussetzung. „Die Mehrheit der Beschäftigten möchte gerne KI nutzen und tut dies bereits, auch wenn sie nicht durch den Betrieb eingeführt wurde. Vor allem die Veröffentlichung generativer KI wie ChatGPT spielt bei der Verbreitung von KI im beruflichen Kontext eine große Rolle“, erklärt Oliver Schlenker, Wissenschaftler am ZEW und Mitautor der Studie.
Anteil der Beschäftigten, die angeben, KI in ihrem beruflichen Alltag zu nutzen:
Dass die KI in der Arbeitswelt angekommen ist und den Arbeitsalltag maßgeblich verändern wird, dessen sind sich die Studienautorinnen und -autoren einig. Jedoch warnen sie gleichzeitig vor langfristigen, derzeit noch schwer absehbaren Auswirkungen von ChatGPT und Co. auf die Gesundheit der Beschäftigten. Denn eine intensive KI-Nutzung gehe der Studie zufolge im Schnitt mit einer höheren Arbeitsintensität, Informationsflut sowie Termin- und Zeitdruck einher – alles Faktoren, die auf Dauer das Risiko für psychische und physische Erkrankungen erhöhen.
Die vollständige Studie kann unter msmagazin.info/331KIArbeit heruntergeladen werden.
Beitrag von Sophie Dériaz aus managerSeminare 331, Oktober 2025