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Kind und Beruf

Mütter übernehmen seltener komplexe Aufgaben

Nach der Geburt eines Kindes übernehmen Frauen seltener anspruchsvolle Aufgaben. Das geht aus einer Studie der Sozialwissenschaftlerinnen Wiebke Schulz von der Universität Bremen und Gundula Zoch von der Universität Oldenburg hervor, für die sie Daten des Nationalen Bildungspanels von 1.978 Frauen, deren Tätigkeiten vor und nach der Geburt eines Kindes dokumentiert wurden, miteinander verglichen haben. Die Ergebnisse zeigen, dass der Anteil analytischer und komplexer Tätigkeiten nach der Geburt eines Kindes im Durchschnitt um jeweils zehn Prozentpunkte und der Anteil interaktiver Aufgaben um acht Prozentpunkte sinkt.

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Auffällig war, dass diese Veränderungen vor allem bei Müttern auftraten, die ihre Arbeitszeit zur Betreuung ihres Kindes reduzierten bzw. flexibler gestalteten als zuvor. Bei unveränderter Arbeitszeit zeigte sich hingegen kaum bis gar keine Verschiebungen im Aufgabenprofil, heißt es in der Studie. Dies deutet laut den Studienautorinnen darauf hin, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine essenzielle Rolle bei den Veränderungen der Aufgaben spielt: Anspruchsvolle Aufgaben sind oft zeitintensiv oder schlecht planbar und lassen sich nur schwer mit der Aufgabe, ein Kind zu betreuen, kombinieren. Dies berücksichtigen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber offenbar bei der Aufgabenverteilung.

Die vollständigen Ergebnisse der Studie können hier eingesehen werden: msmagazin.info/338Aufgaben

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