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Innovationsmanagement

Unternehmen zeigen Nachholbedarf

Obwohl Innovationen in den meisten Unternehmen eine große Rolle spielen, hapert es in vielen Firmen mit der Umsetzung neuer Ideen. Das ist das Kernergebnis einer Studie der Unternehmensberatung Axxcon unter 200 Geschäftsführern und Führungskräften. Nur etwa ein Drittel von diesen gab an, eine klare, vorab definierte Zielsetzung in Bezug auf Innovationen zu verfolgen. Zwei Drittel hingegen erklärten, die Zielsetzung habe sich im Laufe der Zeit „einfach so ergeben“.

Und auch sonst zeigen Unternehmen Nachholbedarf, wenn es um das Management von Innovationen geht: Lediglich 31 Prozent der Unternehmen haben ein abteilungsübergreifendes Team, das sich neuer Ideen annimmt. 19 Prozent haben stattdessen oder zusätzlich eine eigene Innovationsabteilung, 14 Prozent eine Stabsstelle und zwei Prozent eine zusätzliche Firma, die sich um Innovationen kümmert. Insgesamt verfügt etwa die Hälfte der Unternehmen über einen Bereich, in dem das Thema „Innovation“ organisatorisch verortet ist. Diese Unternehmen messen dem Thema auch insgesamt eine höhere Bedeutung zu – und definieren mit 43 Prozent auch eher Ziele für Innovationsvorhaben.

Von den Unternehmen ohne organisatorischen Innovationsbereich tun dies nur 16 Prozent. Doch: Mit dem Aufbau eines solchen Bereichs allein ist es nicht getan – ebenso wenig wie mit der Einrichtung von Innovationslaboren oder Digital Hubs. „Die bloße Einrichtung eines Innovationlabs als ‚Showcase' erbringt noch keine echten Innovationen“, gibt Stefan Jaschke, Partner bei Axxcon, zu bedenken. Vor allem dann nicht, wenn Unternehmen im Grunde gar nicht so gerne auf neue Ideen kommen, sondern lieber Bekanntes weiterentwickeln. Genau das scheint nämlich der Fall zu sein: So landen Prozess- und Produkt-Innovationen mit 89 bzw. 73 Prozent auf Top eins und zwei der am häufigsten umgesetzten Innovationen. Wirklich neue Themen wie Daten- oder Plattform-Innovationen erfreuen sich hingegen weit weniger Beliebtheit. Sie landen mit 54 bzw. 39 Prozent nur auf den Plätzen drei und vier. 
Autor(en): Sarah Lambers
Quelle: managerSeminare 258, September 2019
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