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Human Resource Management

Mensch steht nicht wirklich im Mittelpunkt

Mehr 'Resource Management', weniger 'Human' – dieser Devise scheinen sich viele Unternehmen im Zuge der Corona-Krise verschrieben zu haben. Zumindest legen das die Ergebnisse einer Studie des Beratungsunternehmens KKAG unter 250 Führungskräften aus den Bereichen Human Resource Management, Personal- und Organisationsentwicklung nahe. Diesen zufolge unterstützt nur ein Drittel der Unternehmen die eigenen Mitarbeiter mit gezielten Maßnahmen für die Arbeit im Home Office – und das, obwohl in 61 Prozent der Unternehmen bis zu 80 Prozent der Arbeit von dort aus erledigt wird. Und auch eine Qualifizierung in Sachen 'mobiles Arbeiten' findet nur in rund einem Drittel der Unternehmen statt. Für eine virtuelle Teamentwicklung sorgen sogar nur 17 Prozent der Firmen. Dass der Mensch in Anbetracht der größten wirtschaftlichen Krise seit dem Zweiten Weltkrieg erst einmal hinter dem operativen Geschäft zurückstehen muss, mag im ersten Moment nicht verwundern. Doch anstatt auf externe Unterstützung durch professionelle Krisen-Manager oder Restrukturierungsberater zurückzugreifen, schalten 69 Prozent der HR-Manager und Führungskräfte laut Studie lieber eigenhändig auf Notbetrieb um. Selbst für elementare Aufgaben wie das Führen von Mitarbeitergesprächen bleibt da nur noch wenig Zeit. Mit diesen ist aktuell nur etwa jede zweite Führungskraft beschäftigt. Da lässt sich von Glück reden, dass rund zwei Drittel der Mitarbeitenden guter Stimmung sind und optimistisch in die Zukunft blicken – zumindest tun sie das laut Einschätzung der befragten Führungskräfte. Wirklich sicher sein können sich die meisten von ihnen diesbezüglich allerdings nicht. Denn nur acht Prozent erheben echte Kennzahlen durch laufende Pulsbefragungen zur Stimmung ihrer Mitarbeitenden.
Autor(en): Sarah Lambers
Quelle: managerSeminare 268, Juli 2020
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