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Übersicht AnsprechpartnerIn wirtschaftlich herausfordernden Zeiten greifen Unternehmen nicht selten zu einer verstärkten Präsenzpflicht als Instrument, um die Produktivität zu erhöhen – doch größere Anwesenheitspflichten steigern nur eines: die emotionale Erschöpfung. Das zumindest ist ein Ergebnis der Konstanzer Homeoffice-Studie, einem Langzeitprojekt zweier Forscher der Universität Konstanz, die zwischen 2020 und 2025 in 18 Befragungswellen 700 repräsentativ ausgewählte Beschäftigte befragt haben. Demnach geben 29 Prozent der Befragten, deren Unternehmen eine Mindestanzahl an Bürotagen pro Woche vorschreibt, an, sich durch ihre Arbeit emotional erschöpft zu fühlen; von den Teilnehmenden ohne feste Vorgaben teilen diese Ansicht nur 23 Prozent. Ein weiteres Studienergebnis unterstreicht, dass verstärkte Präsenzpflichten oftmals zu psychischer Belastung führen: So geht die Sorge um den Arbeitsplatz oftmals mit rigiden Anwesenheitspflichten im Büro einher.
29% der Beschäftigten mit rigiden Präsenzpflichten berichten von emotionaler Erschöpfung durch ihre Arbeit.
Wenngleich der Anteil derer, die sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen, insgesamt nur bei 19 Prozent liegt, fürchtet von den Beschäftigten, die von einer strikten Präsenzpflicht betroffen sind, jeder Dritte um die Sicherheit seines Jobs. Auch der eine vermeintliche Vorteil eines Returns to Office konnte nicht nachgewiesen werden, eher im Gegenteil: Denn laut Studie ist die subjektive Produktivität bei Beschäftigten in flexiblen Arbeitsverhältnissen fünf Prozent höher als bei jenen, die erhöhte Präsenzpflichten angeben.
Die zentralen Studienergebnisse im Überblick gibt es unter: msmagazin.info/337Homeoffice
Beitrag von Sophie Dériaz aus managerSeminare 337, April 2026