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Geschlechtergerechtigkeit
Geschlechtergerechtigkeit

Weiterhin nur wenige Frauen in der Führung großer Unternehmen

Allen Bemühungen der Unternehmen zum Trotz: In vielen DAX-Konzernen bleibt der Anteil an Frauen in den Führungsriegen weiterhin gering. Das hat eine Untersuchung der Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) ergeben, für die die Nachhaltigkeitsberichte von 33 der 40 börsenstärksten DAX-Unternehmen untersucht worden sind. Demnach sind von den insgesamt 51.074 Personen, die Positionen in den Chefetagen der DAX-Unternehmen bekleiden, nur 14.543 Frauen. Das entspricht einer Quote von knapp 29 Prozent.

Diversity ist in den Führungsriegen der DAX-Konzerne noch nicht angekommen – nicht mal ein Drittel der Führungskräfte ist hier weiblich. Unsplash/Curated Lifestyle

Darüber hinaus sind die weiblichen Beschäftigten den Ergebnissen zufolge in 65 Prozent der untersuchten Unternehmen im Topmanagement unterrepräsentiert: Ihr Anteil auf der obersten Führungsebene ist mindestens fünf Prozent niedriger als in der Gesamtbelegschaft. Studienautorin Janine Bartsch von EY sieht die Veröffentlichung dieser Daten im Rahmen der neuen EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung als einen wichtigen Schritt hin zu mehr Transparenz. Jedoch zeigen sie ebenfalls, dass die Bemühungen vieler Unternehmen, den Frauenanteil im Vorstand und dem oberen Management zu steigern, vergebens seien. Das habe Bartsch zufolge vielerlei Gründe wie traditionelle Rollenbilder – etwa bezüglich der Kinderbetreuung – oder entsprechende individuelle Karriereentscheidungen.

Diversity Gap in den DAX-Konzernen

Anzahl der Männer und Frauen in den Führungspositionen der DAX-Konzerne, die ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung veröffentlicht haben

Quelle: managerseminare.de; Untersuchung von EY auf Basis der Nachhaltigkeitsberichterstattung von 33 der 40 DAX-40-Unternehmen, n= 51.074 Führungskräfte, 2025

Jedoch spielen auch die Strukturen in den Unternehmen eine wichtige Rolle – viele DAX-Konzerne seien nicht hinreichend darauf ausgerichtet, Frauen den Weg in eine Führungsposition zu erleichtern, mahnt Bartsch. Sie sieht Unternehmen in der Pflicht, Vorurteilen gegenüber der Leistungsfähigkeit und Kompetenz von Frauen entgegenzuwirken, etwa mit starken Vorbildern und dem Aufbau von Netzwerken für Frauen in Führungsrollen. Ebenfalls gelte es, eine Unternehmenskultur zu schaffen und zu leben, in der Vielfalt gefördert wird.

Weitere Infos zur Studie finden sich unter msmagazin.info/330DiverseLeadership.

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