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Das vaterfreundliche Unternehmen

Gender-Management

Jahrelang wurden die Frauen gefördert und gefördert. Das Resultat: Viele von ihnen sind hoch qualifiziert. Doch können sie ihre Fähigkeiten kaum einbringen. Bei der Geburt des ersten Kindes müssen sie ihre beruflichen Ambitionen gewaltig zurückschrauben, da die Erziehung in den meisten Fällen alleine an ihnen hängen bleibt. Das soll sich jetzt ändern: Unternehmen bemühen sich darum, Vätern Teilzeitjobs schmackhaft zu machen.

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Wenn Christian Wessels nachmittags um vier Uhr seinen Arbeitsplatz bei IBM verlässt, bleiben viele seiner Kollegen noch zwei Stunden länger im Büro. Der ein oder andere könnte ihm da schon einmal grimmig hinterherschauen. Gerechtfertigt ist dies jedoch nicht: Der 34jährige interne Human Ressources Berater hat offiziell seine Arbeitszeit auf 80 Prozent reduziert. Das bedeutet: Statt 38 Stunden wöchentlich arbeitet Wessels nur noch 30 Stunden.

Der Grund für Christian Wessels Entscheidung war die Familie, genauer gesagt: die heute dreieinhalbjährige Tochter und der neun Monate alte Sohn. Nach der Geburt der Tochter wollte seine Frau gerne wieder arbeiten und auch nach der Auszeit für den kleinen Sohn möchte sie im Herbst wieder eine halbe Stelle als Lehrerin annehmen. “Wir mussten eine Regelung innerhalb der Partnerschaft finden”, sagt Wessels.

“Die Gleichstellung der Geschlechter braucht die Beteiligung der Männer” sagt Stephan Höyng, Professor an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin und Leiter des von der EU geförderten Projekts ”Work Changes Gender”, das sich mit dem Wandel der Arbeitswelt und den Konsequenzen für die männlichen Arbeitnehmer beschäftigt. Und tatsächlich rücken die Männer ins Visier der Frauenbeauftragten, die damit auch ihre alte Berufsbezeichnung abstreifen und zu Gender-, Diversity- oder Work-Life-Balance-Beauftragten werden. Sie sollen sich jetzt nicht länger nur um die weiblichen Mitarbeiter kümmern, sondern die Arbeitsbedingungen für beide Geschlechter verbessern.

Extras:

  • Info-Kasten: Acht Maßnahmen für ein familienfreundliches Unternehmen - von Arbeitszeitregelungen bis zur Erhebung personalpolitischer Daten.
  • Info-Kasten: Die Vorteile einer familienfreundlichen Unternehmensstruktur.
  • Web-Tipps: Hinweise auf Web-Sites mit Fallbeispielen, Instrumenten, Projekten und familienfreundlicher Unternehmenspolitik.

Autor(en): Andrea Bittelmeyer
Quelle: managerSeminare 69, September 2003, Seite 16 - 23 , 20251 Zeichen

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