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Übersicht AnsprechpartnerDass Frauen bei vergleichbarer Tätigkeit und Qualifikation im Schnitt weniger verdienen als Männer, liegt auch daran, dass sie sich zurückhaltender verhalten, wenn es darum geht, ihren Arbeitgeber nach einer Gehaltserhöhung zu fragen. Das geht aus einer Studie hervor, für die das Marktforschungsunternehmen Bilendi im Auftrag der Jobbörse Jobtensor bundesweit 1.056 Beschäftigte befragt hat. Nur 22 Prozent der weiblichen Befragten gaben an, dass sie planen, in diesem Jahr aktiv eine Gehaltserhöhung bei ihrem Arbeitgeber ansprechen zu wollen. Unter den männlichen Befragten liegt der Anteil bei 27 Prozent. Zugleich erwarten Frauen auch seltener, dass der Arbeitgeber diesbezüglich von sich aus tätig wird. 42 Prozent der weiblichen Befragten rechnen mit einer proaktiven Gehaltsanpassung durch das Unternehmen.
22% der Arbeitnehmerinnen planen, in diesem Jahr aktiv eine Gehaltserhöhung bei ihrem Arbeitgeber anzusprechen.
Unter den männlichen Befragten gehen 59 Prozent davon aus, dass ihr Arbeitgeber eine entsprechende Initiative ergreift. „Viele Frauen agieren beim Thema Gehalt allgemein zurückhaltender, obwohl sie objektiv gute Argumente auf ihrer Seite haben. Arbeitgeber sollten ungeachtet der aktuellen wirtschaftlichen Lage darauf reagieren und ihrerseits daran arbeiten, die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen abzubauen. Denn nur transparente und fair zahlende Arbeitgeber werden von qualifizierten Fachkräften als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen“, so Thomas Hense, Geschäftsführer von Jobtensor zu den Ergebnissen der Studie.
Beitrag von Janine Dengel aus managerSeminare 337, April 2026