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Führungsverhalten

Häufige Überzeugungsarbeit fördert Selbstüberschätzung

Dass Führungskräfte oft einen Hang zur Selbstüberschätzung haben, ist nichts Neues. Forscher führen das darauf zurück, dass Menschen mit einer hohen Meinung von sich selbst eher in Führungspositionen landen – und zwar keineswegs zum Nachteil des Unternehmens: Denn häufig sind Führungskräfte, die sich latent selbst überschätzen, nicht nur erfolgreicher, sondern auch eher bereit, das eine oder andere notwendige Risiko einzugehen. Peter Schwardmann von der Ludwig-Maximilians-Universität München und Joël van der Weele von der Universität Amsterdam haben nun in einer gemeinsamen Studie einen weiteren Erklärungsansatz für den unter Führungskräften verbreiteten Hang zur Selbstüberschätzung gefunden: die Notwendigkeit, in einer Führungsrolle ständig Überzeugungsarbeit leisten zu müssen.

Die Verhaltensökonomen führten ein Experiment mit 288 Probanden durch, die sie in zwei Gruppen einteilten. Während sie den Teilnehmern der einen Gruppe mitteilten, dass sie im Anschluss an einen IQ-Test ein Gespräch über das eigene Abschneiden führen sollten, gaben sie der zweiten Gruppe diese Information nicht. Das Ergebnis: Die Probanden aus der ersten Gruppe waren der Meinung, besser im IQ-Test abgeschnitten zu haben als ihre Studienkollegen. Das Wissen um die bevorstehende Überzeugungsarbeit hatte sie dazu veranlasst, die eigenen Leistungen und Fähigkeiten höher einzuschätzen.
Autor(en): Sarah Lambers
Quelle: managerSeminare 261, Dezember 2019
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