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Druck raus!

Führungsverantwortung

Schneller sein, mehr leisten, noch bessere Ergebnisse erzielen als im Vorjahr - keine Frage: Führungskräfte stehen unter Druck. Und diesen geben sie automatisch an ihre Mitarbeiter weiter. Die Folge: Es entsteht Gegendruck - und damit ein Kampfklima, in dem keiner gerne arbeitet. Was macht Druck eigentlich mit uns? Und wie finden Führungskräfte raus aus der Druck-Spirale? Gedanken von Ulrich Dehner.


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Auch wenn etwas anderes zu wünschen ist – es gibt sie noch immer: Verkaufsleiter, die ihre Verkäufer zwei bis drei Mal am Tag anrufen und nach den erreichten Abschlüssen fragen. Abteilungsleiter, die ihren Teams die Hölle heiß machen. Und Vorgesetzte, die darüber wachen, dass keiner vor neun Uhr abends das Büro verlässt. In Folge dessen gibt es die Burnout-Kandidaten, die mehr und mehr unsere Kliniken bevölkern. In manchen Branchen ist es für Personalabteilungen schon schwierig, überhaupt noch jemanden zu finden, der im Sales-Bereich arbeiten will … Wen wundert das? Wen wundert es etwa, dass in manchen Banken keiner mit seinen Sales-Kollegen tauschen möchte, wenn täglich zu sehen ist, unter welchem zermürbenden Druck diese stehen?

Druck ist für viele Menschen nicht akzeptabel. Führungskonzepte, die auf Druck aufbauen, sind es folglich ebenso wenig. Und das nicht nur, weil Druck subjektiv unangenehm ist. Sondern auch, weil Druck objektiv schadet. Hirnforscher haben nachgewiesen, dass unser Gehirn unter Druck sehr viel seiner Leistungsfähigkeit einbüßt und zu schlechteren Entscheidungen neigt. Das liegt u.a. daran, dass bei Druck weniger Gehirn-Sektionen an unseren gedanklichen Vorgängen beteiligt sind. So ist zum Beispiel in Stress-Situationen das zum Problemlösen dringend benötigte Kreativzentrum im Gehirn vollkommen ausgeschaltet. Jeder hat das schon einmal erlebt: Druck lähmt. Das ist evident. Warum dann aber wird in deutschen Büros dennoch so viel Druck ausgeübt?

Das hat wohl zum einen Teil mit tradierten Vorstellungen darüber zu tun, wer ein fähiger Boss ist und wie sich das in seinem Verhalten äußert. Unreflektiert, unbewusst wahrscheinlich sogar, herrscht in vielen Köpfen noch das Vorurteil, dass man ein harter Hund sein muss, um es bis ganz nach oben zu schaffen.

Extras:

  • Wie gehen Sie mit Druck um? – Acht Fragen zur Selbstreflexion
  • Literaturtipps: Kurzrezensionen von drei Büchern zum Thema Führen mit Vertrauen
  • Linktipp: YouTube-Video mit Profi-Boxer und Führungskräfte-Trainer Torsten Kranzmeier

Autor(en): Ulrich Dehner
Quelle: managerSeminare 167, Februar 2012, Seite 30 - 34 , 18204 Zeichen

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