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Über die Sackgasse des Warums

Fragetechnik in Coaching und Moderation

Warum? Stets nutzen wir die fünf Buchstaben, um den Grund für ein Verhalten oder einen Umstand zu erfragen. Doch in der Moderation oder im Coaching erweist sich das Fragewort „Warum“ als kritisch. Warum das so ist und wie Moderatoren besser fragen können, erläutern Gerlinde Bühner und Josef Seifert.

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Wer? Wie? Was? Wieso? Weshalb? Warum? - Wer nicht fragt, bleibt dumm! Wer kennt nicht dieses Lied der Sesamstraße, das Kinderohren so vertraut ist und Eltern oft in den Wahnsinn treibt. Bohrende Warum-Fragen zu beantworten, ist anstrengend - vielleicht gerade deshalb wird das Wörtchen „Warum“ gerne und viel in unserer Kommunikation verwendet. Auch in der Moderation und im Coaching ist das „Warum“ anzutreffen - und doch sind Warum-Fragen in diesen Settings ganz besonders fehl am Platz. Doch warum stellen wir überhaupt Fragen?

Fragen sind unentbehrliche, nie stumpf werdende Werkzeuge, wenn der Mensch versucht zu verstehen, warum er tut, was er tut, wie die Dinge funktionieren und zusammenhängen. Die vielen Fragen, die sich uns Menschen stellen, fordern uns auf, uns in ein großes Unbekanntes hineinzuwagen, um zu lernen, zu wachsen und zu erkennen, dass wir nicht fertig sind. Nach dem verstorbenen Literatur-Nobelpreisträger Elias Canetti sind Fragen ein Mittel des „Eindringens“, der Zerlegung, vor der man sich durch Schweigen irgendwann schützen muss.

Fragen sind auch für den Moderator und Coach von zentraler Bedeutung: Er muss die Balance halten zwischen Aktivieren und Mäßigen, zwischen Wissen wollen, worum es genau geht, was da läuft, dahinter steckt, stört, blockiert … und penetrantem Nachbohren. Er darf weder Verhörcharakter noch Widerstand erzeugen, damit er den Gruppenprozess kraftvoll leiten, maßvoll steuern und kontinuierlich weiterführen kann.

Extras:

  • Fragezeichen-Fabel: Warum Fragezeichen das Wort „warum“ nicht mögen.
  • Literaturtipp: Hinweise auf ein Buch zum Thema Moderation und Kommunikation.

Autor(en): Gerlinde Bühner, Josef W. Seifert
Quelle: managerSeminare 117, Dezember 2007, Seite 48 - 52 , 11892 Zeichen

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