Editorial

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Purpose, Performance, Proof

Ist Purpose tot? Keine Sorge, die Frage dient nicht dem Clickbaiting, könnte aber als Ausgangsfrage für unser diesmaliges Titelthema gedient haben. Denn Purpose als Schlagwort scheint weitgehend totgeritten: Häufig wurde der vermeintliche Purpose lauthals verkündet und oft betont, wie wichtig er sei für die Mitarbeiterbindung, für die Verortung des eigenen Tuns und der Rolle von Unternehmen im gesellschaftlichen Gesamten.

Gönn dir den Gipfel! Am 24./25. April 2026 finden die PTT in Königswinter bei Bonn statt. Dieses Mal steht das Gipfeltreffen der Weiterbildung unter dem Motto „Stark im Wandel(n)“. Tickets gibt es hier: petersberger-trainertage.de

Ist mit diesem Purpose Washing jetzt Schluss? Hat der Hoffnungsträger Sinn ausgedient, seine Daseinsberechtigung im HR-Diskurs verloren? Angesichts unserer Gegenwart, die geprägt ist von Kriegen, Krisen, Inflation und gesellschaftlicher Spaltung könnte man das annehmen. Folklore. Oder nur ein Luxusgut. Auch der erneute starke Fokus auf Zahlen und Kennwerte lässt den Purpose erscheinen wie ein Echo auf den letzten Trend-Bericht.

Doch – Achtung: Spoiler – Purpose ist nicht tot. Nur scheint sich leise, aber merklich der Fokus zu verschieben. Sinn als Selbstbeschreibung? Als Bekenntnis? Schöne Worte, nichts dahinter? Man könnte die neue Bewegung in drei Worte fassen: vom Purpose zur Performance zum Proof. Drei P, die der Diskussion eine neue Richtung geben, sie auf eine neue Stufe heben könnten.

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In unserem diesmaligen Titelthema berichtet unsere Autorin von mehreren Personen, denen ihr Purpose nicht mehr reichte. Die ein „Why?“ hatten, spürten und lebten, aber auf das „Was bringt´s?“ keine Antwort fanden. Für sie wurde die Wirkmacht wichtiger als die Absicht. Damit sind sie nicht allein: Vielen Menschen reicht es nicht, Geld zu verdienen und dafür zu sorgen, dass der Profit ihres Unternehmens steigt. Sie sehnen sich nach einem übergeordneten Sinn – und zwar einem, der nicht nur auf dem Papier existiert. Sie wollen mit ihrem Tun gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und wirklich wirksam werden. Wie aber geht das, nicht bei einem Purpose Statement stehen zu bleiben, sondern echten Impact zu erzielen? Der Beitrag zeigt, welche Wege Unternehmen, Führungskräfte und Wissensarbeitende dabei einschlagen können. Spoiler Nummer 2: Netzwerke spielen dabei eine große Rolle, wenn wir die Welt ein Stück weit besser machen, nebenbei Selbstwirksamkeit erleben und auch das eigene Unternehmen voranbringen wollen.

Viel Spaß beim Lesen und viel Erkenntnisgewinn!

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