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Programmierter Absturz in der Chefetage

EDV-Wissen

Gerade sieben Prozent der Führungskräfte, so eine Studie von Müller-Böling und Ramme aus dem letzten Jahr, sind aufgeklärt - bezüglich des zielorientierten und wirtschaftlichen Einsatzes der EDV im Unternehmen. Sie wissen um die generellen und persönlichen Einsatzmöglichkeiten im Unternehmen Bescheid und nutzen den Computer zur sinnvollen Unterstützung ihrer Führungsarbeit. Die überwiegende Mehrheit möchte zwar auf die Vorteile der EDV im Unternehmen nicht verzichten, delegiert aber die persönliche Auseinandersetzung mit dem Computer auf untere Hierarchiestufen. Ihr bleibt nun wenig Zeit, mangelndes Wissen aufzuarbeiten. Inzwischen drängt die EDV in Form von Management- und Chef-Informationssystemen in die Führungsetagen. Die richtigen Informationen sind für den Wettbewerbsvorteil eines Unternehmens immer wichtiger - und die lassen sich eben am schnellsten und effektivsten per Computer abrufen.

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von managerSeminare

Da wird im Büro ein modernes und leistungsfähiges EDV-System eingeführt. Zwei Experten erklären der noch etwas verlegenen und unsicheren Belegschaft die Vorteile der Arbeitsplatzvernetzung, die Leistungsfähigkeit der Software und die geradezu faszinierenden Möglichkeiten, externes Datenbank-Wissen anzuzapfen. Wo ist eigentlich der Chef? Obwohl er doch ansonsten immer ganz genau wissen will, ob und wie die Dinge funktionieren, steht er diesmal noch etwas verlegener als der Rest im sicheren Abstand zum PC und läßt großzügigerweise seinen Mitarbeitern den Vortritt. Schließlich müssen die sich in Zukunft - und das heißt in vielen Fällen: ab morgen - auf einen Computerarbeitsplatz ein- und umstellen. Hoffentlich geht alles gut.

Das Verhältnis vieler Führungskräfte zur EDV ist zwiespältig. Zwar weiß man den Wert moderner EDV für die Leistungsfähigkeit des Unternehmens uneingeschränkt zu würdigen und möchte selbstverständlich auch die daraus resultierenden Vorteile nutzen - sich aber selbst mit EDV beschäftigen? Vielleicht noch einen PC auf dem Schreibtisch stehen haben und verlegen auf der Tastatur herumklimpern? - Nein, danke! Was als selbstverständliches Muß von den Kollegen und Mitarbeitern gefordert wird, betrachteten Führungskräfte lange Zeit als nicht in ihrem Tätigkeitsbereich liegend. Eine Einstellung, die gerade bei älteren Mitarbeitern die Akzeptanz, sich mit der neuen Technologie am Arbeitsplatz auseinanderzusetzen, nicht unbedingt förderte…

Autor(en): Jürgen Graf
Quelle: managerSeminare 06, Januar 1992, Seite 38 - 41 , 15805 Zeichen

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