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Die hybride Organisation

Dezentrale Unternehmensführung

Zentral oder dezentral? In Sachen Unternehmensführung ist diese Frage falsch gestellt. Denn Unternehmen, die ausschließlich zentral geführt werden, sind ebenso wenig überlebensfähig wie solche, die vollständig auf zentrale Steuerung verzichten. Es gilt vielmehr, jeweils das Beste aus beiden Welten zu vereinen. Wichtige Anregungen dafür kommen aus der Internetkultur, aber auch aus der Natur.

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Das Organisationsprinzip einer Spinne ist für den Betrachter klar und deutlich zu erkennen: Ihr Rumpf ist ein Rumpf, ihr Kopf ein Kopf und ein Bein ist ganz eindeutig ein Bein. Der Kopf ist die Befehlszentrale. Er bestimmt, wo es lang geht. Entfernt man den Kopf, wird die Spinne das nicht überleben.

Der Seestern hingegen hat keinen Kopf und er hat auch kein Gehirn. Auch sein Rumpf hat keine Führungsfunktion. Damit sich ein Seestern in eine Richtung bewegen kann, muss einer seiner fünf Arme die anderen überzeugen, dass das eine gute Idee ist. Der Arm fängt an, sich zu bewegen, die anderen ziehen mit und bewegen sich auch. Wie das genau funktioniert, ist selbst Zoologen ein Rätsel. Und wenn man den Seestern in zwei Hälften schneidet, erlebt man ebenfalls ein kleines Wunder: Das Tier stirbt nicht, es entstehen vielmehr zwei Seesterne. Die fehlenden Körperteile regenerieren sich.

In dem aktuellen Buch „Der Seestern und die Spinne“ der in den USA wirkenden Unternehmer Ori Brafman und Rod A. Beckström steht der Seestern für ein Phänomen, das in Wirtschaft und Gesellschaft zunehmend Aufmerksamkeit auf sich zieht: dezentrale Organisationsformen, die sich im Gegensatz zu hierarchischen Spinnen-Organisation nicht auf Befehlsketten von oben nach unten, sondern in erster Linie auf Beziehungen unter Gleichgestellten stützen. Wissen und Macht sind gleichmäßig über diese Netzwerke verteilt, es gibt keinen Chef – zumindest nicht im klassischen Sinne.

Als prägnante Beispiele für Seestern-Organisationen nennen Brafman und Beckström vor allem Phänomene aus dem Internet. Etwa die Internet-Enzyklopädie Wikipedia, der jüngst von einem Expertentest in der Zeitschrift „Stern“ der Sieg gegen die Onlineausgabe des Brockhaus attestiert wurde.

Extras:

  • Gleichberechtigung, Flexibilität, direkte Kommunikation ... – Die Merkmale dezentraler Organisationen
  • Prominente Beispiele: Von den Apachen bis Al Qaida – dezentrale Organisationen finden sich überall
  • Literaturtipps: Kurzrezensionen von drei Büchern über Organisationsstrukturen sowie Hinweis auf einen Fachartikel zum Thema organisationale Vorbilder in der Natur

Autor(en): Andrea Bittelmeyer
Quelle: managerSeminare 121, April 2008, Seite 28 - 35 , 23860 Zeichen

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