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Mit Clara Soft in die Zukunft

Change-Management bei BMW

Ungewöhnlicher Auftakt für ein IT-Projekt: Bei BMW startet die Einführung einer neuen Software und damit verbundener neuer Prozesse ausgerechnet mit einem Theaterstück. Als Bestandteil eines Change-Management-Gesamtkonzeptes begleitet die Hauptfigur die Mitarbeiter sogar noch später, wenn es um die Anwendung der neuen Software geht. managerSeminare gibt Einblick in Konzeption und Wirkung einer spielerischen Maßnahme, die ernste Absichten verfolgt.

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von managerSeminare
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Zeit: 24. Februar 2003. Raum: das Forum des Forschungs- und Innovationszentrums in der BMW-Zentrale, München. Rund 400 geladene Zuschauer blicken erwartungsvoll auf eine in blaues Licht getauchte Bühne. Von rechts betritt eine Frau in lila Uniformjacke die Szene. “Meine Damen und Herren. Willkommen auf der Brücke unseres Raumschiffes”, wendet sie sich mit einladender Geste an das Publikum. “Auch wenn Sie noch nicht allzu viel davon wissen, was Sie an Bord des Schiffes erwartet, so bin ich doch stolz darauf, gerade Sie als Crew an meiner Seite zu haben.” Langsam gleitet ihr Blick über die Reihen. Dann stellt sie sich vor: “Mein Name ist Soft, Commander Clara Soft.”

Clara Soft. Der Name erinnert an Software und die Cyberheldin Lara Croft, die Begrüßungsformel an den englischen Meisterspion James Bond. “Die Verbindungen sind durchaus beabsichtigt”, verrät Irmgard Sollinger von Sollinger t&k, Friedrichshafen. Gemeinsam mit ihrem Mitarbeiter Matthias Kupfer hat die Theaterpädagogin die Kunstfigur Clara Soft geschaffen. Die Figur ist Protagonistin eines Veränderungsprozesses und symbolisiert das, was jeder braucht, der Veränderungen auf sich nimmt: den Mut der toughen Kämpferin Croft und den Weitblick des genialen Agenten Bond.

Genau diese Eigenschaften sind bei BMW derzeit besonders gefragt. Denn die Mitarbeiter stehen vor einer Herausforderung: Das Unternehmen will in verschiedenen Bereichen der Produktentwicklung eine einheitliche Software installieren. Und das bedeutet für die Mitarbeiter eine nicht unerhebliche Umstellung: Sie müssen bislang gut funktionierende Arbeitsroutinen aufgeben und etwas Neues erlernen.

Um die Mitarbeiter hierfür zu gewinnen und ihnen die Bedeutung des geplanten Veränderungsprojektes vor Augen zu führen, wählt der Projektleiter einen ungewöhnlichen Weg: Das Veränderungsprojekt wird über einen längeren Zeitraum von einer fiktiven Gestalt und einer Fantasie-Geschichte begleitet, die Parallelen zu dem Prozess aufweist, den die Mitarbeiter des Unternehmens erleben.

Extras:

  • Die einzelnen Elemente des Kommunikationsprojekts und ihre Ziele.

Autor(en): Almut Heyder
Quelle: managerSeminare 77, Juni 2004, Seite 20 - 24 , 16495 Zeichen

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