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Anna Dollinger über Sprache im ­Business

'Das ‚Personal’ gehört ­abgeschafft'

Die Diplom-Psychologin Anna Dollinger ist Geschäftsführerin des Beratungs- und Trainingsinstituts noesis in Leonberg. Sie arbeitet seit 25 Jahren selbstständig als Beraterin, Trainerin und Coach in den Bereichen Führungskräfteentwicklung, Teamentwicklung, Veränderungsmanagement und Coaching. Lösungsorientierte Beratungsansätze und systemische Konzepte bilden ihren fachlichen Hintergrund.
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Industrie 4.0, New Work, Agilisierung: Die Arbeitswelt wandelt sich radikal, und dennoch reden wir weiterhin von 'Personal' und 'Belegschaft'. Dass solche muffigen Begriffe nicht ad acta gelegt werden, mag harmlos erscheinen, ist es aber nicht, warnt Anna Dollinger. Denn als die Wörter im Zeitalter der ersten industriellen Revolution erfunden wurden, bezeichneten sie Menschen in extrem abhängigen, unselbstständigen Arbeitsverhältnissen: Dienstmädchen, Wäscherinnen und Köchinnen in herrschaftlichen Haushalten. Sprechen wir heute von 'Personal', aktivieren wir damit entsprechende Assoziationen der Unselbstständigkeit. Die Psychologin und Weiterbildnerin rät daher dazu, die angestaubten Begriffe aus dem Wortschatz zu verbannen.
Autor(en): Anna Dollinger
Quelle: managerSeminare 229, April 2017, Seite 16-17
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