Top Themen 2020

Was am meisten gelesen wurde

Jährlich bemühen wir die Statistik und zeigen mit einem Rückblick zum Jahresanfang: Welche Beiträge haben die Leserinnen und Leser des Magazins managerSeminare im vergangenen Jahr am meisten interessiert? Anbei die Top Ten - die meistgelesenen Artikel im Jahr 2020:

1. Führen in der Krise: Crashkurs in Empathie. Der Spitzenreiter im Jahr 2020 kommt aus dem September, als Corona unser Leben also schon mehr als deutlich kennzeichnete. Als ganze Teams coronabedingt ins Home Office umgezogen sind, war die größte Sorge aber, ob und wie das technisch und organisatorisch bewältigt werden kann. Allmählich zeigte sich ein anderes Problem: Die räumliche Distanz droht zum Verlust der emotionalen Grundlagen zu führen, auf denen gute Zusammen­arbeit basiert. Um das zu verhindern, brauchen Führungskräfte vor allem eins: Empathie, die auch virtuell gezeigt werden muss. Der Text war ein Titelthema und traf sehr den Nerv, wie wir an Reaktionen in den Social Media bemerkten.

2. Neues Kompetenzmodell: Metaskills fürs Morgen. Dass dieser Beitrag oben gelandet ist, liegt nicht zuletzt an der Fragestellung, die er beantwortet: Was müssen Führungskräfte wie Mitarbeitende fürs Arbeiten im Morgen mitbringen – und zwar unabhängig von ihrem Job- und Aufgabenbereich? Noch dazu kommen die Antworten von Personalexperten aus einer aufwendigen qualitativen Studie. Der Beitrag wurde im März-Heft publiziert, die Erhebung geschah also vor Corona. Spannend wären hier Ergebnisse einer Folgestudie.

3. Corporate Learning 2015: Lasst das Lernen frei! Ebenfalls ein Artikel aus dem März-Heft, kollaborativ entstanden mit der Corporate Learning Community. Zum Zeitpunkt des Entstehens hat wohl kaum eine/r vermutet, wie schnell einige Visionen Wirklichkeit werden können. Denn im Fokus des Artikels steht die Annahme, dass sich mit klassischer Personalentwicklung die immensen Lernherausforderungen unserer dynamischen Welt kaum noch bewältigen lassen: Zu starr, zu langsam, zu unflexibel und zu wenig passgenau sind die üblichen Weiterbildungsansätze. Corona bescherte der Weiterbildung im ersten Lockdown einen eben solchen und damit in gewisser Weise auch eine Bestätigung der Annahme. Hier finden sich Gedanken - noch ohne die Auswirkungen von Corona zu berücksichtigen –, wie eine ins digitale Zeitalter passende Weiterbildungsabteilung aussehen kann.

4. Besser rückmelden: Die Crux mit dem Feedback. Ein Kommunikations-Klassiker, der mit, ohne, trotz oder wegen Corona gelesen wurde. Der Artikel kommt auch aus dem wohl sehr beliebten März-Heft und fokussiert das absolute Basic-Instrument der Führung: Feedback. Das wird in der Praxis meist viel zu wenig gegeben – und oft dann auch noch so, dass es kaum oder sogar kontraprodukiv wirkt. Was vor allem psychologische Ursachen hat, aber auch an zweifelfhaften Tipps liegt, die übers Feedback-Geben in Ratgebern kursieren.

5. Kompetenzen für die Krise: Reifeprüfung für New Work. Dass es dieser Beitrag, unser Titelthema vom Mai, in die Top Ten geschafft hat, freut die Redaktion immens. Denn die Erstellung war ein Kraftakt, da die Recherche schon weitgehend vor Corona passierte und dann nochmal neu justiert wurde mit dem Fokus: Das Corona-Virus stellt New Work vor eine Bewährungsprobe. Es muss sich jetzt zeigen, ob Selbstorganisation und Partizipation auch unter Druck bestehen können. Wesentlich hängt das von etwas ab, so zeigt der Beitrag, was in der Diskussion über neues Arbeiten bisher kaum beleuchtet wurde: von speziellen Kompetenzen der Mitarbeitenden. Denn diese sind in der Krise nicht nur für New-Work-Unternehmen entscheidend.

6. Psychological Safety in Unternehmen: Angstfrei arbeiten. Auch diese Platzierung freut die Redaktion, ist dieser Beitrag doch in Zusammenarbeit mit der renommierten Harvard-Professorin Amy C. Edmondson entstanden. Sie hat den Begriff 'psychologische Sicherheit' zwar nicht erfunden, aber stark geprägt. Mit dem Artikel stellt sie ein Framework für angstfreie Zusammenarbeit vor. Ideen äußern, Fehler zugeben, andere Sichtweisen einbringen – kollaboratives Arbeiten verlangt, dass sich jeder einbringt. In Krisensituationen gilt das umso mehr: Jede Beobachtung zählt. Vieles halten wir jedoch zurück – aus Angst vor abfälligen Reaktionen. Tödlich, nicht nur zu Corona-Zeiten.

7. Virtuelle Führung: Die Neuropsychologie der Distanz. Corona zeigt es deutlich: Führung auf Distanz ist anders als Führung im persönlichen Kontakt – auch in psychologischer Hinsicht. Was Führungskräfte über neurobiologische Prozesse wissen müssen, die bei der virtuellen Zusammenarbeit eine Rolle spielen. Ein Beitrag aus dem Extraheft „Virtuelle Führung“, das mit dem Hauptheft im August erschien.

8. Hybrid Leadership: Die intelligente Brücke. Wenn ein Wort in C-Zeiten Karriere gemacht hat, dann wohl „hybrid“. Doch nicht nur Veranstaltungen können hybrid sein, auch Führung muss hybrid werden, so die These dieses Titelthemas vom Oktober. Denn Führungskräfte sind gefordert, Arbeit flexibler, dynamischer, agiler zu organisieren. Gleichzeitig bleiben 'klassische' Führungsaufgaben wie die Vermittlung von Klarheit und Stabilität, die den neuen Anforderungen widersprechen, bestehen. Frank Bischoff und Christian Heiss haben einen Entwurf vorgelegt, wie der Brückenschlag zwischen den beiden Anforderungswelten gelingen kann.

9. Arbeitswelt postcorona: Wie weit geht der Wandel? Dieser Artikel, ein Titelthema, erschien schon im Juni und war daher für die Antwortenden eine Herausforderung. Gerade deswegen ist er bis heute sehr lesenswert. Wir fragten Arbeitsweltexperten: Was beobachten sie an der Corona-Krise? Welche Effekte auf Führung und Zusammenarbeit erwarten sie? Welche Entwicklungen befürchten, welche Chancen sehen sie? Perspektiven, die man nachvollziehen, diskutieren, denen man aber auch bis heute widersprechen kann. Einigkeit besteht vielleicht insoweit: Die Post-Corona-Arbeitswelt wird so, wie wir sie gestalten.

10. Führungspräsenz: Virtuell präsent sein.Noch ein Artikel aus dem Extraheft „Digital Leadership“, veröffentlicht im August, der in der Top Ten landet. Sein Tenor: Präsenz ist mehr als nur physische Anwesenheit, vor allem für Führungskräfte ist es wichtig, persönlich greifbar zu sein und wirkungsvoll in Erscheinung zu treten. In der virtuellen Zusammenarbeit kommt es darauf an, diese Präsenz auch durch mediale Kommunikation herzustellen und gestalten zu können. Sieben Dimensionen sind dabei zu beachten, wie der Artikel zeigt.

Fazit: Die Themen des Jahres 2020 sind - wie sollte es auch anders sein – durch #C geprägt. Dank guter Vernetzung mit unseren Inputgebern und -geberinnen konnten wir sehr schnell thematisch auf die Krise reagieren. 2020 bot Redaktionen nämlich ein Füllhorn neuer Themen und Fragestellungen, die aufgegriffen gehörten. Wir haben das sehr gern getan und danken unseren Leserinnen und Lesern für den Zuwachs an Artikelzugriffen und die Zunahme von Abonnements. Das war unser Highlight 2020.
06.01.2021 | Von Nicole Bußmann
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