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didacta 2006: Erstmals Preisverdächtiges auf einer Sonderschau

Am 24. Februar 2006 ging sie mit über 70.000 Besuchern in Hannover zu Ende: die größte europäische Bildungsmesse, die didacta. In der Weiterbildungshalle erwartete die Besucher ein Novum: die Sonderschau der Finalisten des Internationalen Deutschen Trainingspreises.

Sie machte schon was her, die Sonderausstellungsfläche des Berufsverbandes der Verkaufsförderer und Trainer (BDVT): Mitten in die Weiterbildungshalle platziert, präsentierten sich auf dem Areal die 21 Finalisten des Internationalen Deutschen Trainingspreises - jeweils mit eigenem kleinen Stand. Die Ausstellung war ein Novum für die Weiterbildungshalle - sie ist Folge einer Kooperation zwischen dem BDVT und dem Didacta-Verband.
Doch trotz prominenter Platzierung - ein Besuchermagnet war die Sonderschau nicht. 'Wir machen hier einfach keine Kontakte zu Personalern', urteilte etwa Johanna Schwetz-Würth von der Beratungsagentur Blaufeuer. Die Führungskräfteentwicklerin stellte auf der Messe ihr Konzept für die Austrian Airline Group vor. Aufwändig gestaltete Wandtapeten mit Skizzen, ein Ablaufplan des Führungskräftecurriculums und viele Prospekte gaben Einblick in die Maßnahme für die On Board Manager der Airline. Für die Wienerin haben sich die fünf Tage Messe am Ende aber doch gelohnt. Zusammen mit ihrem Team gewann sie den Trainingspreis in Gold in der Kategorie 'Management & Führung'.

Denn auch das war neu: Zum ersten Mal wurde der Trainingspreis des BDVT während der didacta verliehen. Doch obwohl das Blaufeuer-Team auf der Preisverleihung im Novotel-Dorint am vierten Messeabend am lautesten jubelte und ebenso glücklich wie sprachlos die Goldtrophäe entgegennahm, trug den Hauptsieg ein anderer Finalist davon: das Deutsche Institut für Kommunikation und Training im Gesundheitswesen (DIKTiG), Bensheim. Das Team rund um Patric P. Kutscher wurde für ein Training des Unfallkrankenhauses Berlin mit Gold in der Kategorie 'Service & Dienstleistung' und zusätzlich mit dem Internationalen Deutschen Trainingspreis ausgezeichnet. Unter dem Titel 'Integrierte Service-Kommunikation' waren 120 Ärzte und Pflegekräfte des Klinikums in patientengerechter Kommunikation geschult worden. 'Vorbildlich', urteilte die Jury.

DIKTiG und Blaufeuer waren übrigens die einzigen zwei Finalisten, die nach Ansicht der zehnköpfigen BDVT-Jury einen Goldpreis verdienten. Nach Auskunft von August Breil, Moderator der Jury-Sitzungen, hing der Verzicht auf Goldmedaillen in den anderen Kategorien jedoch nicht etwa mit fehlender Qualität der Konzepte zusammen: 'Im Gegenteil: Was die Qualität betrifft, haben wir eine breite Spitze gesehen. Schwierig war manchmal, die Alleinstellung, die Besonderheit eines Konzeptes zu finden', so der BDVT-Vize für Qualität. Insgesamt überzeugten laut Breil die Preisträger allesamt durch starken Praxisbezug: 'Auffällig ist, dass nicht mehr einzelne Methoden oder Philosophien im Vordergrund stehen. Stattdessen zeichnen sich die Maßnahmen durch sehr hohe Teilnehmer- und Ergebnisorientierung aus.' Und so wurden am Ende zwölf Trainingsanbieter in fünf Kategorien geehrt.

Die Kategorien hatte die BDVT-Jury übrigens erst nach Ansicht der Konzepte gebildet. Der Grund: Man wollte möglichst offen für Innovationen sein. Ob die Auslobung des Trainingspreises für 2007 wieder ohne vorherige Festsetzung inhaltlicher Kategorien durch den BDVT erfolgt, steht laut August Breil jedoch noch nicht fest. Für die Messepräsentation hat das offene Prinzip des Preises nämlich Nachteile: Themen, Anforderungen, Branchen oder Zielgruppen können nicht angekündigt und somit auch keine Personaler zu den Präsentationen gelockt werden. Fest steht indes, dass die Kooperation zwischen BDVT und didacta fortgesetzt wird.
Autor(en): (nbu)
Quelle: Training aktuell 04/06, April 2006
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