Markt

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Anforderungen an Personalentwickler

Erfahrene Alleskönner werden gesucht, wenn es um die Stelle eines Organisations- oder Personalentwicklers geht. Das ist die Kernaussage der Stellenmarktanalyse von WBB, Tübingen, für den Zeitraum vom 30. April 1996 bis zum 31. März 1997. Zugrunde lagen 607 Stellenanzeigen aus dem Bereich Weiterbildung und Training in Tages-, Wochen- und Fachzeitschriften.
Der Blick auf den beruflichen Werdegang zeigt deutlich: Ein Studium wird in den meisten Fällen verlangt. Die besten Chancen haben Wirtschaftswissenschaftler oder Betriebswirtschaftler: Bei 33 Prozent der Stellen wurde diese Qualifikation verlangt. Mit großem Abstand folgen in der Wunschliste der Unternehmen die Studiengänge Psychologie und Sozialwissenschaften mit sieben Prozent der Nennungen. Ebenfalls abgeschlagen sind Pädagogen mit nur fünf Prozent.
Unerfahrene Berufsein- und -umsteiger haben es schwer: In 82 Prozent der ausgeschriebenen Stellen wird Berufserfahrung vorausgesetzt. Über die Hälfte der Unternehmen sind dabei mit ein bis drei Jahren zufrieden, 24 Prozent fordern bis zu fünf Jahre. Bei fünf Prozent der Stellen ist langjährige PE-Erfahrung gefragt - fast ausschließlich jedoch für leitende Positionen.
Sprachkenntisse wurden trotz voranschreitender Internationalisierung des Arbeitsfeldes in nur 37 Prozent der Stellenanzeigen nachgefragt. Dann allerdings mußten diese mehrheitlich ein hohes Niveau aufweisen, d.h. verhandlungssicher sein.
Die Analyse nach Tätigkeitsschwerpunkten ergibt, daß zu je 30 Prozent Kandidaten für Konzeption und Durchführung von Trainings gesucht wurden. Berater stehen mit 17 Prozent der Nennungen erst an zweiter Stelle. Berufschancen für Personalentwickler tun sich nach Auskunft der Studie in erster Linie im Dienstleistungssektor auf (62 Prozent). Hier sind es vor allem die Unternehmensberatungen, die Unterstützung suchen (32 Prozent). Die Nachfrage in der Industrie bringt es immerhin auf einen Anteil von 30 Prozent. Spitzenreiter ist hier mit 40 Prozent der Bereich Metall/KfZ/Elektro.
Autor(en): (nbu)
Quelle: Training aktuell 03/98, März 1998
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