Know-how

Wirksam wirken: Neues Instrument misst die individuelle Wirkkraft

'In interaktiven Prozessen entscheidet nicht die Persönlichkeitsstruktur, sondern die persönliche Wirkung eines Senders, ob er und sein Anliegen beim Empfänger ankommen', meint Andreas Bornhäußer von der Präsentainment Group GmbH. Denn was nutze es, wenn ein Mensch zwar sprachbegabt sei, aber in einer Präsentation wie ein Mauerblümchen wirke.

Um die Kluft zwischen Potenzial und Wirkung zu überwinden, hat das Beratungs- und Trainingsunternehmen aus Schwerte das Analyse- und Trainingsverfahren synagement® entwickelt. Das Instrument ermittelt sowohl die Stärken und Defizite eines Menschen in puncto Wirkung als auch die daraus resultierenden Trainingsmaßnahmen, die dessen individuelles Wirkungsrepertoire erweitern sollen.

Ausgebaut werden kann das Repertoire laut Bornhäußer in vier Bereichen: im emotionalen, körpersprachlichen, intellektuellen und im sprachlichen Bereich. Denn Kommunikationsprozesse werden im Wesentlichen von diesen vier Aspekten bestimmt, so Bornhäußer. Entsprechend erfasst der Berater mit seinem Test vier so genannte Wirkungsfelder: Sensus, Corpus, Intellektus und Lingua.

Wie ausgeprägt die jeweiligen Wirkungsfelder bei einem Menschen sind, prüft der Berater zum einen kognitiv über Fragen und zum anderen intuitiv über Bilder. Beispielsweise werden dem Probanden Bilder mit Dresscodes von Business bis Casual vorlegt, denen er sich zuordnen soll. Oder er soll entscheiden, welches der präsentierten Gesichtszüge ihn am meisten anspricht. Im Fragenteil bewerten die Teilnehmer Aussagen wie 'Bei einer Präsentation lege ich besonderen Wert auf die inhaltliche Struktur' und 'Emotionen stehen bei meinen Entscheidungen im Vordergrund' auf einer Skala von eins bis vier. Die Analyse mit Bildern und Fragen basiert nach Aussage von Bornhäußer auf Erfahrungen aus zwanzig Jahren Beratungstätigkeit sowie Erkenntnissen aus Psychologie, Hirnforschung und Kommunikationswissenschaften. Validiert wird das Verfahren laufend mittels einer Testgruppe von ca. 3.000 Personen.

Dieser Hintergrund befähigt Bornhäußer nach eigener Aussage, in den Antworten der Teilnehmer zu erkennen, ob ein Mensch etwa an seiner Körpersprache oder an seiner Rhetorik feilen sollte. 'Denn nur wer in allen vier Wirkungsfeldern über ein gleichermaßen hohes Niveau verfügt, erzielt die beabsichtigte Wirkung', so der Berater. Wer emotionale, sprachliche, intellektuelle und körpersprachliche Wirkkraft besitze, könne sicher sein, dass er den Empfänger seiner Botschaft auf jeden Fall erreicht, egal ob dieser eher auf Gesten oder logische Stringenz achtet.
Sein Know-how will Bornhäußer künftig auch anderen Beratern zur Verfügung stellen. Mehr Infos im Internet.
Autor(en): (ahe)
Quelle: Training aktuell 08/06, August 2006
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