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Weltweit gültige ISO-Norm für Weiterbildner in Arbeit

Was macht ein gutes Training aus? An der Beantwortung dieser Frage sind schon deutsche Expertengruppen gescheitert. Ungleich schwieriger ist es, weltweit gültige Kriterien zu finden. Doch genau an diese Aufgabe hat sich ein neues Gremium gemacht: Im März 2007 fand in Berlin die Auftaktsitzung des neuen ISO-Komitees ISO/TC 232 statt. Ziel des Ausschusses: Ein weltweit gültiges Siegel für 'Bildungsdienstleistungen für Weiterbildungen und Training' erarbeiten.

Über die Eckdaten der gemeinsamen Norm diskutieren Bildungsexperten aller Kontinente: Insgesamt arbeiten 30 Abgesandte aus 25 Nationen an der globalen Norm, berichtet Dr. Holger Mühlbauer vom Deutschen Institut für Normung e.V. (DIN), Berlin. 'Es sind sogar Vertreter aus Ghana mit von der Partie', freut sich der DIN-Experte. Dem deutschen Normungsinstitut kommt bei der weltumspannenden Verhandlung eine besondere Rolle zu: Deutschland hat das Projekt initiiert und die Leitung übernommen.

Die neue ISO-Norm soll unter anderem eine gute Organisation des Anbieters garantieren, die methodisch-didaktische Konzeption der Bildungsmaßnahmen bewerten und die Kundenzufriedenheit abbilden. Bis 2010 will sich das Gremium über die Mindestanforderungen an ein gutes Training verständigt haben und dann auf den Markt kommen.

Doch wie stehen die Chancen für einen neuen Setzling im Dickicht der Qualitäts-Zertifikate? Schwer abzuschätzen, doch die Norm wird einen Vorteil haben: 'Es ist das erste Siegel, das globale Akzeptanz besitzen wird', stellt Mühlbauer den großen Vorteil heraus. Ansonsten gibt sich Mühlbauer zurückhaltend: 'Es handelt sich um ein zusätzliches, freiwilliges Angebot - wir wollen niemanden verdrängen.'
Autor(en): (com)
Quelle: Training aktuell 05/07, Mai 2007
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