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Weiterbildungsinstitute in Gefahr

Die Umsetzung der Hartz-Beschlüsse macht dem Bildungsmarkt zu schaffen. Rudolf Helfrich, Vorsitzender des Bundesverbandes der Träger beruflicher Bildung (BBB), Hamburg, rechnet in 2003 mit einem Umsatzeinbruch auf dem Markt der beruflichen Fortbildung von 20 Prozent. Zahlreiche Bildungseinrichtungen - insbesondere die kleinen und mittelständischen Träger - seien in Gefahr: 'Es wird eine Vielzahl von Insolvenzen geben', ist Helfrich überzeugt.

Die negativen Aussichten haben in erster Linie damit zu tun, dass seit Januar 2003 'die Bewilligung einer Bildungsmaßnahme für Arbeitslose von einer Verbleibsquote von mindestens 70 Prozent abhängig ist'. Für die Bildungsträger bedeutet dies: Es werden nur noch die Weiterbildungskurse mit öffentlichen Mitteln unterstützt, für die eine Vermittlungsquote der Teilnehmer an Unternehmen von 70 Prozent erreicht werden kann. Fatal für die Bildungseinrichtungen ist an dieser Regelung, dass die Quote für alle Angebote gilt, unabhängig von den jeweiligen Rahmenbedingungen wie den arbeitsmarktpolitischen Bedingungen in der Region und der Qualifikation ihrer Teilnehmer. Insbesondere Bildungsträger in strukturschwachen Gebieten werden somit ihre Not haben, derartige Quoten nachzuweisen, um Förderung zu erhalten. Damit ist letztlich ihre Existenz bedroht.

Erschwerend hinzu kommt das derzeitige Konjunkturtief der Wirtschaft: Die Nachfrage von Unternehmen nach Arbeitskräften ist gering und die Investition der Firmen in weiterbildende externe Maßnahmen stark reduziert. Eine aktuelle Statistik der Bundesanstalt für Arbeit zeigt: Die berufliche Weiterbildung hat bereits jetzt stark abgenommen. Seit Jahresbeginn 2003 wurden 42 Prozent weniger Maßnahmen beruflicher Weiterbildung verzeichnet als im Vorjahr.
Autor(en): (pwa)
Quelle: Training aktuell 03/03, März 2003
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