Organisation

Visualisierungen im Seminar

Von der Idee zum Bild

Dass Bilder nicht nur Schmuck sind, sondern Trainingsinhalte in besonderer Weise verständlich machen können, weiß jeder Trainer. Damit Visualisierungen wirken, müssen es jedoch die richtigen sein. Training aktuell zeigt, wie man sie findet.
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Strichmännchen und Mindmaps auf dem Flipchart, Bilder und Grafiken auf der Powerpoint-Präsentation – Visualisierungen gehören zu den Favoriten vieler Trainer. Mit gutem Grund: 'Durch Visualisierungen werden Inhalte greifbar gemacht und mit Bedeutung aufgeladen. Lernen wird dadurch effektiver', sagt Dirk Rohe. Der Kommunikationswissenschaftler und Supervisor leitet das Zentrum für Hochschuldidaktik an der Uni Köln. Zusammen mit Alexandra Bergedick und Anja Wegener hat er das Buch 'Bilden mit Bildern' verfasst, das im Juli 2011 in der Reihe Perspektive Praxis (Bertelsmann) des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung erschienen ist.

Das Buch, das die Vielfalt visueller Vermittlungsmethoden zeigt, verfolgt das Ziel, zum Nachdenken über Visualisierungen anzuregen. 'Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Visualisierungen den Lernerfolg drastisch erhöhen, und wollen andere ermutigen, das auch für sich zu nutzen', erläutert Rohr den Hintergrund des Buches. Denn, so der Fachmann, das volle Potenzial der visuellen Lernhilfen werde immer noch viel zu selten genutzt.

Ein Grund dafür ist, dass viele sich für schlechte Zeichner halten und daher lieber zu vorgefertigten Visualisierungen greifen – oder ganz darauf verzichten. Für Rohr kommt es aber nicht darauf an, perfekte Malereien aufs Flipchart zu werfen oder jede Szene mit lustigen Strichmännchen zu illustrieren. 'Visualisierung heißt auch nicht, auf jede Powerpoint-Folie ein Bild zu stellen', so Rohr. Für den Bildungsexperten geht es vielmehr darum, Bilder in den Köpfen der Teilnehmer zu schaffen, die sie verstehen und sich merken können.

Die Techniken dafür sind zahlreich: Mindmaps, Strichmännchen, bunte Kärtchen an der Pinnwand – die Klassiker im Seminar sind vielseitig, eingängig und leicht herzustellen. Das Spektrum möglicher Visualisierungen ist aber sehr viel breiter, wie Rohr und seine Mitautorinnen zeigen. Dazu gehören auch weniger bekannte Methoden wie zum Beispiel die Bisoziation, die Wetterkarte oder die Vernissage.

Extras:
  • Von 'Assoziieren' bis 'Modifizieren': Fünf Techniken, um gemeinsame Bilder zu finden
  • Fünf kreative Visualisierungstechniken im Überblick

Autor(en): Sascha Reimann
Quelle: Training aktuell 08/11, August 2011, Seite 30-32
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