Organisation

Unternehmensnachfolge

In gute Hände abzugeben

Sie wird gern aufgeschoben, doch früher oder später kommt kein Selbstständiger an der Frage vorbei: Was wird aus meiner Firma, wenn ich mich zur Ruhe setze? Gerade für Trainer und Coachs ist die Antwort nicht einfach. Sie sollten sich deshalb frühzeitig mit dem Thema Unternehmensnachfolge beschäftigen.
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Das Qualifying läuft: Noch bis 13. November 2011 können engagierte Teilnehmer antreten, um sich die Pole Position zu sichern. Dann wird die endgültige Startaufstellung bekannt gegeben und das Rennen beginnt. Die Siegerprämie, die am Ende winkt, ist allerdings nicht der große Preis von Monaco oder Malaysia. Der Gewinner dieses vierstufigen Wettbewerbs bekommt eine Firma: Er – oder sie – darf nach ausführlicher Einarbeitung das Unternehmen Kaltenbach Training übernehmen.

Ausgeschrieben hat diese 'Formel 1 der Unternehmensnachfolge' der Firmengründer und derzeitige Geschäftsführer Walter Kaltenbach. Der etablierte Spezialist für den Vertrieb technisch erklärungsbedürftiger Produkte plant seinen Ruhestand und will seine Firma in möglichst engagierte Hände übergeben. Durch den ungewöhnlichen Wettbewerb hofft der erklärte Motorsport-Fan, möglichst viele interessante Kandidaten für seine Nachfolge anzulocken – mehr jedenfalls als durch ein konventionelles Verkaufsangebot.

Mit seiner ungewöhnlichen Idee ist der Vertriebstrainer sicher allein, mit seinem Anliegen allerdings nicht: Immer mehr Weiterbildner und Berater, die seit zwanzig oder mehr Jahren selbstständig sind, stehen derzeit vor der Frage, wie sie ihr meist kleines, selten mittelständisches Unternehmen an einen Nachfolger übergeben können. Grundsätzlich haben sie vier Möglichkeiten:

1. Familiennachfolge: Hier wird die Firma innerhalb der Familie übertragen: z.B. an den Sohn oder die Tochter, die idealerweise schon im Betrieb mitarbeiten.
2. Fremdgeschäftsführer: Der Inhaber trennt Unternehmenseigentum und Unternehmensführung, belässt das Eigentum in der Familie und überträgt einem angestellten Chef die operative Führung.
3. Verpachtung: Ein Pächter übernimmt – möglicherweise auch nur vorübergehend – den Betrieb der Firma gegen regelmäßige Pachtzahlungen, wird aber nicht Eigentümer.
4. Verkauf: Das Unternehmen wird zu einem Stichtag komplett oder in Geschäftsanteilen verkauft.

Extras:
  • Von der Vorbereitung bis zum Übergang: Expertentipps
  • Linktipps: Der Nachfolger-Wettbewerb von Kaltenbach und die 'Initiative Unternehmensnachfolge'


Autor(en): Sylvia Lipkowski
Quelle: Training aktuell 11/11, November 2011, Seite 33-35
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