Reflexion

Trainingsspitzen

Haste mal 'ne Übung?

Teilnehmer in Bewegung bringen, mal was Neues ausprobieren – so lauten oft die Gründe, warum Trainer Übungen im Seminar einsetzen wollen. Doch mit solch vagen Motiven kann der Schuss ordentlich nach hinten losgehen, meint Johannes Thönneßen.
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Ein befreundeter Trainer fragt: 'Ich habe nächste Woche ein Führungstraining und suche noch nach einer guten Übung. Hast du eine Idee?' Habe ich nicht. Und bin bei solchen Fragen immer wieder aufs Neue überrascht. 'Wozu brauchst du die Übung genau?' frage ich. 'Naja, gerade nach der Mittagspause wäre es ganz gut, mal was zu haben, das die Teilnehmer in Bewegung bringt.' Ich verkneife mir die Anregung, er möge es mit Liegestütz versuchen, vor allem weil noch der Nachsatz kommt: 'Sollte natürlich irgendwas mit Führung zu tun haben.'

Also eine Übung, die irgendwas mit Führung zu tun hat und bei der die Teilnehmer sich bewegen sollen. Mal abgesehen davon, dass es inzwischen eine Vielzahl von Büchern und Seminarkonzepten mit praktischen Handlungsanweisungen auf dem Markt gibt – das Anliegen ist doch merkwürdig. Beim ersten Mal habe ich noch nachgefragt: 'Was möchtest du denn erreichen? In welchem Teil des Seminars soll die Übung eingesetzt werden? Worum geht es da?' Aber die Antworten blieben meist weiterhin unbestimmt: 'Ach, einfach mal eine Abwechslung, was Neues ausprobieren.'

Autor(en): Johannes Thönneßen
Quelle: Training aktuell 04/13, April 2013, Seite 50
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