Reflexion

Trainingsspitzen

Guru oder Generalist?

Das Außergewöhnliche ist das Normale - zumindest wenn man Marketingexperten glaubt. Ihrer Meinung nach braucht der Kunde nur absolute Spezialisten. Dabei sind Generalisten oft die bessere Lösung, weiß Johannes Thönneßen.
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Wer auf dem Trainermarkt erfolgreich sein will, sollte sich einen Namen machen. Und das geht nun mal nicht, wenn man mit einem Bauchladen zu seinen Kunden kommt. Wer alles kann, kann nichts wirklich richtig. So ist das nun mal. Also: Suchen Sie sich ein Thema, machen Sie fleißig Umfragen (auch Studien genannt), veröffentlichen in jeder einschlägigen Publikation Fachartikel mit nahezu gleichen Inhalten und schreiben Sie mindestens ein Buch.

So werden Sie zum Experten, zum Guru, zur unverwechselbaren Marke. Wann immer es um Ihr Thema geht, wird Ihr Name genannt, man empfiehlt Sie weiter und Sie werden nicht nur berühmt, sondern können auch horrende Tagessätze verlangen. So oder so ähnlich lesen wir es in den Ratgebern für Selbstständige und den 'Fachbeiträgen' für Marketing und Vertrieb. Von ausgewiesenen Experten, die sich ganz auf dieses Gebiet spezialisiert haben und von daher wissen, wovon sie reden.

Was aber, wenn ich nun mal Generalist bin? Wenn ich Spaß daran habe, viele Themen zu beackern? Wenn ich überhaupt keine Lust habe, als Verkaufstrainer von Hotel zu Hotel zu reisen, sondern die Abwechslung liebe und gerade aus dieser Vielfalt meine Stärke beziehe? Wenn ich eben kein Facharzt sein will, sondern lieber ein klassischer Hausarzt, dem die Patienten vertrauen?
Autor(en): Johannes Thönneßen
Quelle: Training aktuell 09/13, September 2013, Seite 50
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