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Training zur Wahrheitsfindung: Wie sich Schwindler verraten

Wie man Schwindlern auf die Schliche kommt, will Björn Fiedler aus Bremen den Teilnehmern seiner Trainings vermitteln. Er hat nämlich ein Verfahren entwickelt, mit dem Führungskräfte in Gesprächen mit Mitarbeitern, Bewerbern und Geschäftspartnern Täuschungsversuche aufdecken können.
In seinen so genannten Wahrheitsfindungstrainings vermittelt Fiedler, wie sich derjenige, der lügt, durch Körpersprache, Stimme und Wortwahl verrät. Zudem lernen die Teilnehmer, dass sie selbst durch ihr Verhalten und ihre Wortwahl ein ganzes Stück zur Wahrheitsfindung beitragen können. Um letzteres zu verdeutlichen, nutzt Fiedler einen Rollenvergleich: Falsch wäre es, wenn die Führungskraft die Rolle eines Kommissars übernimmt, der einen Schwerverbrecher überführen will. Von Tatortinspektoren bekannte Verhörfragen wie ‚Haben Sie wirklich...?‘ oder ‚Wann war denn genau...?‘ lassen Gespräche sogar eskalieren. 'Der Gesprächspartner verliert sein Gesicht, was er wirklich im Sinn hat, wird so aber nicht herausgefunden', ist Fiedler überzeugt.
Die richtige Rolle für Führungskräfte ist laut Fiedler die des Coaches. Ein Coach will vor allem eine vertrauensvolle Beziehung zum Gesprächspartner herstellen. Und das wiederum ist laut Fiedler der beste Weg, Wahrheiten ans Licht zu befördern. Vermittelt wird den Teilnehmern daher, wie sie dem Gesprächspartner seine eigene Verantwortung vor Augen führen und ihm Entscheidungsspielräume aufzeigen.
Das erste Wahrheitsfindungstraining findet vom 10. bis 12. Mai 2004 im norddeutschen Raum statt. Kosten: 1.580,- Euro.
Autor(en): (aen)
Quelle: Training aktuell 05/04, Mai 2004
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