Politisches

Studie erfasst erstmals Qualität der Bildungsberatung in Deutschland

Die Bildungsberatung in Deutschland ist heterogen und unübersichtlich. Darüber hinaus variieren die Rahmenbedingungen für Anbieter beträchtlich. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Auftrag gegeben und im Dezember 2007 ins Netz gestellt hat. Rund 9.400 Bildungsberater hatten zwischen Juli 2005 und April 2007 die Fragen der Studienautoren beantwortet. Das Ziel der Untersuchung war eine erste Bestandsaufnahme in der Bildungs-, Berufs- und Beschäftigungsberatung. Bislang fehlte eine Übersicht, wer in Deutschland für welche Bevölkerungsgruppen, mit welchen Konzeptionen und Ressourcen Beratung anbietet.

Aufbauend auf der Beschreibung des Status Quo haben die Studienautoren grundlegende Qualitätsstandards entwickelt. Das Ziel: Die Entwicklung von deutschlandweiten Beratungsstandards, die auf alle Regionen und Zielgruppen angewendet werden können. 'Es geht nicht darum, allen eine Vorstellung überzustülpen', erklärt Uwe Bentrop, zuständiger Referent im Bundesbildungsministerium. 'Diese Standards sind Empfehlungen, die Anbieter zu nichts verpflichten, ihnen aber Hilfestellung bei der Professionalisierung geben können.'

Die beauftragten Studienautoren, die Managementberatung Ramboell Management, haben insgesamt 50 Qualitätskriterien entwickelt, die in so genannten Qualitätsprofilen dargestellt sind. Die Qualitätsstandards sind unterteilt in die Gruppen 'Input-Standards', 'Throughput-Standards' und 'Output-Standards'. Input meint dabei Ressourcen und Maßnahmen, die für die Beratungsdurchführung zur Verfügung gestellt werden, Throughput umfasst den Beratungsprozess, Output beinhaltet Beratungsergebnisse und Wirkungen. Hier wird beispielsweise abgefragt, ob der Ratsuchende seine Bildungs- und Berufsbiographie zukünftig selbst steuern kann.
Autor(en): (com)
Quelle: Training aktuell 01/08, Januar 2008
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