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Studie: So kommen Pressemitteilungen von Trainern und Beratern an

Das Gros der Pressemitteilungen, das bei Fachzeitschriften im Weiterbildungsbereich eingeht, wandert in den Papierkorb. Worauf Trainer achten können, um die Veröffentlichungschance ihrer Pressemitteilung zu steigern, wurde jetzt in einer Studie untersucht.

'Warum werden meine Pressemitteilungen nie veröffentlicht?' Trainern und Beratern, die sich mehr als einmal diese Frage gestellt haben, will das Bremer Institut für Kommunikationsberatung Fiedler&Partner mit einer aktuellen Studie Erklärungen liefern. Um zu ergründen, von welchen Kriterien die Veröffentlichung einer Pressemitteilung im Weiterbildungsbereich abhängt, hat Geschäftsführer Björn Fiedler telefonische Interviews mit 19 Fachredakteuren der einschlägigen deutschen Weiterbildungsmedien geführt. Dabei hat er erfahren: Der Konkurrenzdruck für die Absender ist groß. Denn die von den Trainern versandten Pressemitteilungen müssen sich gegen eine Vielzahl anderer Pressemitteilungen behaupten, die bei den Verlagen täglich eingehen.
Die entscheidenden Selektionskriterien der Redakteure: Themen- und Zielgruppenrelevanz sowie Aktualität und Neuigkeitswert. Die als relevant betrachteten Themen unterscheiden sich allerdings stark von Medium zu Medium - mit einer Ausnahme: Pressemitteilungen zu neuen Trainingsprodukten, Konzepten und Tools sind bei fast der Hälfte der befragten Redakteure gerne gesehen.

Das Thema sollte bereits aus der Überschrift hervorgehen

Ideal ist laut Studie, wenn die Relevanz der Pressemitteilung möglichst schnell - und zwar innerhalb von zehn bis 13 Sekunden - eingeschätzt werden kann. Denn der mit einer Pressemitteilung verbundene Arbeitsaufwand dient den meisten Redakteuren als zweites Filterkriterium. Fazit von Fiedler&Partner: Bereits in Überschrift und Betreffzeile sollte das Thema genannt und im Text das Wichtigste nach vorne gestellt werden. Eine möglichst verständliche Schreibweise wird von den Redakteuren vorausgesetzt. Absender und Ansprechpartner sollten zudem für Rückfragen kenntlich gemacht werden.

Das Gros der Befragten wünscht überdies, dass sowohl die Adressierung als auch der Versandweg auf die Arbeitsweise der Redaktion abgestimmt ist. Als nervig empfunden werden Doppel- bzw. Mehrfachversendungen von Pressemitteilungen. Auch das Verschicken von mehreren Pressemitteilungen in einer Sendung kommt nicht gut an. Ähnliches gilt für telefonisches Nachhaken, ob die Pressemitteilung berücksichtigt wird.

Partnerschaftliches Verhalten ist gefragt

Die meisten Fachredakteure versuchen laut Untersuchung, offen und fair mit den Absendern der Pressemitteilungen umzugehen. Umgekehrt erwarten sie aber auch, dass die Weiterbildner sich in ihre Welt hineinversetzen und einen Perspektivenwechsel vornehmen. Das heißt: Das Schreiben der Pressemitteilung sollte nicht vorrangig von eigenen Interessen geleitet werden. Vielmehr muss an die Wünsche des Redakteurs und das Interesse der Leserschaft gedacht werden. In diesem Sinne sollte der Weiterbildner sich als Partner des Redakteurs betrachten.

Mehr als solche allgemeinen Aussagen liefert die Untersuchung leider nicht. Dank der zahlreichen Zitate der befragten Journalisten spiegelt sie jedoch das Stimmungsbild in den Redaktionen wieder - was Trainern bei ihrer PR-Arbeit sicherlich nützlich sein könnte.

Die Studie ist für 79,- Euro als Printversion und für 59,- Euro als e-Book erhältlich.
Autor(en): (pwa)
Quelle: Training aktuell 02/05, Februar 2005
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