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Studie: Mailinglisten helfen Trainern bei der Kompetenzentwicklung

Beiträge, denen es an inhaltlicher Qualität fehlt, Statements mit mangelnder Relevanz für die Diskussion - nach Meinung von Trainern und Dozenten enthalten Foren und Mailinglisten 'viel Schrott und Müll'. Dennoch beurteilen sie die Internetkommunikation als durchaus förderlich für die eigene fachliche Kompetenzentwicklung. Dies geht zumindest aus einer Studie des Lehrstuhls für Medienpädagogik und Weiterbildung an der Universität Leipzig hervor. Die Untersuchung stützt sich auf eine Online-Befragung von 280 Weiterbildnern und auf Intensivinterviews mit 20 ausgewählten Befragten.

Während Chats von der Mehrheit der Weiterbildner als zwar spaßige aber ergebnislose Freizeitbeschäftigung angesehen wird, nutzen Trainer Mailinglisten und Foren laut Studie, um sich neue Inhalte ihres Fachgebietes zu erschließen. Dabei handelt es sich vorwiegend um praxisnahe Lösungen für Probleme, die während der Vor- und Nachbereitung von Lehreinheiten auftreten. Des Weiteren erkunden Trainer über Foren und Mailinglisten persönliche Erfahrungen und Meinungen ihrer Weiterbildungskollegen, lassen sich von Literatur- und Veranstaltungshinweisen inspirieren und nutzen die Internetkommunikation als Trendbarometer.

Die Beteiligung an den Mailinglisten und Foren ist freilich unterschiedlich stark ausgeprägt bzw. von verschiedenen Beweggründen geleitet: Während manche Weiterbildner laut Studie in der Internetkommunikation die Möglichkeit sehen, sich aktiv mit anderen Kollegen zu vernetzen und Synergieeffekte zu nutzen, beschränken sich andere auf die fachbezogene Recherche, ohne ihr eigenes Wissen preiszugeben. Ferner gibt es Trainer, die die Kommunikationsangebote lediglich als Werbefläche und zur Konkurrenzbeobachtung nutzen.

Ob nun Mailinglisten oder Foren bei der Internetkommunikation bevorzugt werden, lässt sich nicht so leicht beantworten. Einig sind sich die Befragten darüber, dass sich Debatten über einen längeren Zeitraum in Mailinglisten leichter verfolgen lassen als in Foren. Der Grund: Der Aufwand, auf einer Internetseite nach neuen Beiträgen zu suchen, ist ungleich höher als die Zustellung eines neuen Beitrages per Mail. Einige Forenbetreiber haben auf diese Situation bereits reagiert und benachrichtigen ihre Nutzer über neu eingegangene Beiträge. Der Vorteil von Foren indes: Beiträge werden hier meist archiviert und sind auch nach längerem Zeitraum via Suchfunktionen und -maschinen recherchierbar.

Eine Kurzfassung der Studie ist unter www.uni-leipzig.de/~mepaed abrufbar.
Autor(en): (pwa)
Quelle: Training aktuell 05/05, Mai 2005
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