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Studie: Die Lernende Organisation als Managementkonzept der Zukunft Studie: Die Lernende Organisation als Managementkonzept der

Um im Jahr 2010 erfolgreich zu sein, müssen sich die Unternehmen noch stark verändern. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie 'Vom Potential zur Performance' der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Mit Unterstützung der Staminski & Partner Unternehmensentwicklung wurden 143 Manager der oberen Führungsebene nach den Erfolgskonzepten von Unternehmen befragt.
Demnach müssen die Unternehmen vor allem flexibler werden und weiterhin Hierarchieebenen abbauen. Die Möglichkeiten der Informationstechnologie und die Potentiale der Mitabeiter müssen künftig effektiver genutzt werden, Führung durch Vertrauen ist gefragt.
Befragt nach geeigneten Managementkonzepten für den Wandel messen 50 Prozent der Experten der Lernenden Organisation die größte Bedeutung bei. Mit weitem Abstand folgen die Konzepte Kaizen bzw. Total Quality Management (20 Prozent) und Business Process Reengineering (19 Prozent). Letzteres wird als eher technologieorientiertes Konzept eingestuft und mit einer Top-Down-Vorgehensweise assoziiert. Mit der lernenden Organisation und TQM, beide als Flexiblität fördernde und humanorientierte Instrumente beschrieben, werden nach Ansicht der Befragten am ehesten langfristig erfolgreiche Veränderungen erzielt. Dabei betrachten die Manager die Lernende Organisation für ihre eigene Arbeit als sehr wichtig, für die Unternehmenspraxis jedoch von geringer Bedeutung. Genau das umgekehrte Bild ergibt sich für Lean Management und Reengineering.
Die bisherigen Erfahrungen mit Veränderungsprozessen zeigen ein eher düsteres Bild: In 66 Prozent der geschilderten Fälle wichen tatsächliche Dauer und Kosten der Veränderungen deutlich vom geplanten Umfang ab. Auch die angestrebten Ziele wurden oft nur zum Teil erreicht. Das liegt nach Ansicht der Befragten zum einen daran, daß Ziele nur vage formuliert waren oder sich im Prozeßverlauf schleichend verändert haben. Verantwortlich gemacht wird auch das Beharrungsvermögen des Systems Unternehmen: Die Ausgaben für die Überwindung von Barrieren fielen oft höher als geplant aus.
Dabei scheitern Veränderungen laut Studie seltener an Widerständen der Mitarbeiter, sondern eher an mangelnder aktiver Unterstützung durch das Management. Zurückhaltung bei den Mitarbeitern würde den Prozeß zwar verzögern oder auch unter Umständen erheblich erschweren, für das endgültige Aus sei aber das fehlende Commitment seitens des Managements verantwortlich.
Erhältlich ist die Studie für 39 Mark bei:
Autor(en): (nbu)
Quelle: Training aktuell 04/99, April 1999
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