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Studie: Bildungscontrolling soll in Zukunft an Bedeutung gewinnen

Bildungscontrolling wird in Unternehmen selten eingesetzt. Dies ist eines der Ergebnisse einer Umfrage unter 1.000 Firmen in Deutschland und Österreich durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Bonn. Im Rahmen des Forschungsprojektes 'Möglichkeiten von Bildungscontrolling als Planungs- und Steuerungsinstrument der betrieblichen Weiterbildung' wurden Chancen und Probleme des Bildungscontrollings untersucht.
Die Erfassung der Weiterbildungskosten ist der Umfrage zufolge von allen Elementen des Bildungscontrollings am weitesten verbreitet: Regelmäßig werden sie von 86 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten und von 72 Prozent der mittelständischen Firmen ermittelt. Obwohl Bildungscontrolling nach Angaben der Befragten eine noch sehr untergeordnete Rolle spielt, führt eine Reihe der Betriebe Teilmaßnahmen durch: So erfasst über ein Drittel der größeren Firmen regelmäßig ihren Weiterbildungsbedarf und stellt jährlich einen Weiterbildungsplan auf. Auch unter den mittelständischen Unternehmen geht rund die Hälfte dem Weiterbildungsbedarf seiner Mitarbeiter nach. Die Bewertung von Seminaren durch die Teilnehmer spielt ebenfalls bei über der Hälfte der befragten Firmen eine Rolle - allerdings nur bei größeren Betrieben.
Entgegen der derzeitigen Praxis halten die meisten Unternehmen Bildungscontrolling für eine permanente Aufgabe in betrieblichen Weiterbildungsprozessen. Die Funktion der Methode wird vornehmlich in der Steuerung für künftig benötigte Qualifikationen gesehen. Dem entsprechend glauben 86 Prozent der größeren und 72 Prozent der mittelständischen Unternehmen, dass Bildungscontrolling zur Optimierung der betrieblichen Bildungsarbeit künftig an Bedeutung gewinnen wird. Um ihre Weiterbildung zu verbessern, greifen die Unternehmen momentan vorzugsweise auf die Verfahren Qualitätssicherung und Erfolgskontrolle zurück.
Ausführlich dargestellt sind die Ergebnisse der Studie in dem Buch 'Bildungscontrolling - ein Konzept zur Optimierung der betrieblichen Weiterbildung' von Elisabeth M. Krekel und Beate Seusing. Neben der Firmenbefragung geben Experten aus Wissenschaft und Praxis über den heutigen und künftig erwarteten Stellenwert von Bildungscontrolling Auskunft. Zudem berichten Bildungsverantwortliche aus 30 Unternehmen über ihre Erfahrungen mit Bildungscontrolling.
Die Studie umfasst 112 Seiten, kostet 24 Mark und kann angefordert werden bei:
Autor(en): (pwa)
Quelle: Training aktuell 03/00, März 2000
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