Know-how

Sprechgesang kommt an: Die Kreativ-Methode Rap-Factory

'Die Firma wächst, die Kollegen werden mehr / raufen wir uns zusammen, dann wird‘s nicht so schwer': So einfach lässt sich bisweilen ein Fusionsprozess auf den Punkt bringen. Zumindest, wenn im Workshop dazu gerade die Rap-Factory läuft.
'Rap eignet sich unheimlich gut, um neue Informationen zu vermitteln und auch zu verdauen', so Mario Bottazzi, der Erfinder der kreativen Trainingsmethode. Denn der Ansatz lockert die Atmosphäre auf und setzt Emotionen frei, die Teilnehmer müssen nicht mal singen können. Und: 'Beim Reimen und Rappen entstehen ganz neue Gedanken zu altbekannten Themen', erklärt der Trainer und Musiker, der auch Geschäftsführer der Unternehmensberatung Die SemiNarren, Wien, ist.
 
In der Praxis startet dieser Kreativprozess mit einem freien Brainstorming, bei dem die Teilnehmer, meist in Kleingruppen, auf einem Flipchart allerlei Assoziationen zum Thema sammeln. Anschließend ergänzen sie Begriffe, die sich auf die gesammelten Wörter reimen, und generieren   daraus zunächst ganz unstrukturiert Verse.  Erst dann wird tatsächlich gerappt: Die Reime werden zu passenden Zweizeilern und Strophen sortiert und durch einen Refrain – die so genannte Hookline – ergänzt. Gebrieft mit Betonungs- und Performance-Tipps der Profis bringen die Gruppen ihre Sprechgesänge schließlich zur Aufführung.

Geeignet ist die Methode für 10 bis zu 500 Teilnehmer. Selbst bei Großgruppen dauert die Rap-Factory maximal drei Stunden. Besonders gut bietet sie sich deshalb laut Bottazzi 'als überraschender Einstieg oder als zusammenfassender Ausklang einer Veranstaltung an'.

Autor(en): (lis)
Quelle: Training aktuell 02/09, Februar 2009
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