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Sommerlektüre für HR'ler: Hänsel und Gretel und die Kuba-Krise

Bolko von Oetinger: Hänsel und Gretel und die Kuba-Krise, 230 S., geb., Hanser Verlag, München/Wien 2006, ISBN 3-446-40620-4, 19,90 Euro.

Was verbindet das Grimm’sche Märchen 'Hänsel und Gretel' mit John F. Kennedys Verhalten während der Kuba-Krise? Antwort: Beides bietet sich als Metapher an, um Managern den Weg zu neuen Strategien aufzuzeigen - zumindest in der Interpretation von Bolko von Oetinger: Indem Gretel das eigentlich Undenkbare tut und die böse Hexe nach erlittenen Torturen in den Ofen stößt, befreit sie sich und ihren Bruder aus einer Zwangslage und bringt den Mut auf, eigene Wege zu gehen. Für Manager bedeutet das: Wenn sie innovativ sein wollen, müssen sie Entscheidungen unabhängig von herrschenden Trends treffen und gegen den Strom schwimmen - auch, wenn das nicht immer einfach ist. Ähnlich übersetzt der Autor Kennedys Verhalten, nachdem die Sowjetunion 1962 Mittelstreckenraketen auf Kuba stationierte. Um auf diese Bedrohung angemessen zu reagieren, bricht der amerikanische Präsident mit der Tradition: Er beruft ein Sicherheits-Komitee, dessen Mitglieder unabhängig von Rang und Weisung an einer Lösung arbeiten sollen.

Oetinger nutzt Anekdoten aus Geschichte und Literatur, um Unternehmen und Organisationen neue Denkanstöße und Impulse zu liefern. Das ist nicht neu, und auch die Kernaussage wiederholt sich stets: Innovationen finden sich nur außerhalb des Gewohnten. Doch egal, ob er Goethes Italienreise oder Albert Einsteins Träume heranzieht, die Lektüre des Buches ist äußerst kurzweilig.
Autor(en): (stb)
Quelle: Training aktuell 07/06, Juli 2006
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