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© Horst Lempart

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Serie Seminarbausteine

Wenn seine Gruppe zusammenfindet, kommt der Trainer an einer Vorstellungsrunde meist nicht vorbei. Diese wird sehr viel spannender, wenn die Teilnehmer sich gegenseitig malen, empfiehlt Horst Lempart. Tipps für den Einsatz einer alternativen Einstiegsintervention.

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In vielen Kennenlernrunden stellen sich die Teilnehmer nacheinander der Gruppe vor. Manchmal auch gegenseitig, nachdem sie sich in kurzen Interviews miteinander bekannt gemacht haben. Dies ist sehr textlastig, benötigt oft unverhältnismäßig viel Zeit und nutzt sich in größeren Gruppen schnell ab.

Wenn der Trainer seine Teilnehmer stattdessen bittet, sich gegenseitig zu malen, sorgt er deshalb gleich zu Beginn für Abwechslung im Seminarraum. Zudem konfrontiert er die Teilnehmer direkt mit ungewohnten Ausdrucksmöglichkeiten. Dass diese anfänglich skeptisch sind, ist dabei normal. Deshalb besteht die Hauptaufgabe des Trainers darin, den Teilnehmern ihre Hemmungen zu nehmen und den Zweiflern klar zu machen, dass es um künstlerische Freiheit, nicht um perfekte Bilder geht. Hilft dies nicht, die Widerstände eines Teilnehmers zu überwinden, kann er aber auch bei der sprachlichen Vorstellung bleiben oder mit Worten in den Bildern arbeiten.

Ein weiterer Vorteil der Methode: Sie bietet den Beteiligten die Möglichkeit, Eigen- und Fremdwahrnehmung abzugleichen. Meist sind die Teilnehmer beeindruckt, wie schnell ein Bild von einem anderen Menschen entstehen kann. Der Porträtierte erhält eine Momentaufnahme seiner augenblicklichen Außenwirkung, die auch als weiterführendes Arbeitsmaterial genutzt oder als Anker mit nach Hause genommen werden kann.

Entsprechend ausführlich führt der Trainer in die Übung ein, damit sich die Teilnehmer auf den Austausch einlassen können: 'Um uns in der Welt zurechtzufinden, brauchen wir Repräsentationen von den Worten, die wir austauschen, und den Objekten, die wir wahrnehmen. Das sind Bilder und Bedeutungszuschreibungen, die in unserem Kopf entstehen, wenn wir zum Beispiel von einem Auto oder von Liebe sprechen. Das ist ein äußerst effizienter Vorgang, denn so können wir auch Eindrücke konstruieren, die nur lückenhaft von uns wahrgenommen werden, indem wir sie durch unsere inneren Bilder – unsere Erfahrungen, Glaubenssätze, Annahmen – vervollständigen.'


Literaturtipp:  Alternativen für Seminareinstieg und Kennenlernen finden Sie in der soeben als Neuauflage erschienenen 'Methodensammlung für Trainerinnen und Trainer' (hrsg. von Peter Dürrschmidt u.a.), managerSeminare, Bonn 2014, 49,90 Euro. Sonderpreis für TA-Abonnenten: 39,90 Euro - Bestellmöglichkeit

Autor(en): Horst Lempart
Quelle: Training aktuell 04/14, April 2014, Seite 26 - 28 , 9939 Zeichen

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