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Bild zum Beitrag Serie Coachingfragen
© mirpic/Fotolia

Piksen und Provozieren

Serie Coachingfragen

Wer steht dem Klienten im Weg? Oft genug: er selbst. Anlässlich des Todes von Frank Farrelly zeigt Martin Wehrle im zehnten Teil unserer Serie, wie Coachs mit provokanten Fragen auf freundliche Art mit dem Zaunpfahl winken.

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Höflich sollte es im Coaching zugehen – aber nicht friedlich! Provokante Fragen haben einen unschlagbaren Vorteil: Sie locken einen Menschen aus der Reserve. Wer Thesen aufstellt, erzeugt Anti-Thesen (oder Zustimmung), weckt Aufmerksamkeit und stößt Gedanken an. Zugespitzte Fragen bringen knackige Antworten.

Zwei Beispiele zeigen, wie provokante Fragen aussehen können:

Klient: 'Der Kollege sieht einfach durch mich hindurch. Er ignoriert mich sogar morgens, grüßt nicht einmal. Als gäbe es mich gar nicht.' Coach: 'Ich frage mich gerade: Welche Tarnkappen setzen Sie auf, dass er Sie so leicht übersehen kann?'
Klient: 'Meine Mitarbeiter sind einfach unfähig. Sie kümmern sich um nichts. Sie verlassen sich immer auf mich – als wären sie Kinder, die genau wissen: Der Alte wird es richten!' Coach: 'Wann haben Sie beschlossen, Ihre Mitarbeiter von jeder Verantwortung zu befreien und diese selbst zu übernehmen?'

Provokante Fragen lenken die Verantwortung zu den Klienten zurück. Statt weiter über andere zu klagen, werden sie durch die Provokation indirekt gefragt: 'Was tragen Sie selbst zu der Situation bei?' Dieser Fragetyp lebt von seinem Überraschungseffekt; er lässt die Gedanken des Klienten aus dem Gleis der Gewohnheit springen.

Provokante Fragen treiben die emotionale Betriebstemperatur nach oben und entlocken dem Klienten spontane Antworten. Wenn das Frage-Antwort-Spiel für kurze Zeit zum munteren Schlagabtausch gerät, in der Tonlage einer netten Neckerei, sorgt das für spannende Gedanken. Die Höflichkeit kann der Coach dabei wahren: Provokante Fragen empfehlen sich erst, wenn die Beziehung zum Klienten gefestigt ist. Und der Ton macht die Musik: Wenn der Coach zugespitzt im Inhalt, aber freundlich und warm im Ton ist, bleibt der Rapport intakt.

Extras:

  • Infokasten mit Beispiel für eine provokante Frage

Der vollständige Beitrag stammt aus dem Buch 'Die 500 besten Coaching-Fragen. Das große Workbook für Einsteiger und Profis zur Entwicklung der eigenen Coaching-Fähigkeiten' von Martin Wehrle, erschienen bei manager­Seminare, Bonn 2012, 49,90 Euro

Training aktuell-Abonnenten erhalten das Buch zum Sonderpreis von 39,90 Euro: www.managerseminare.de/EditionTA

Autor(en): Martin Wehrle
Quelle: Training aktuell 05/13, Mai 2013, Seite 28 - 30 , 10174 Zeichen

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