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Russische Unternehmen suchen Unterstützung bei der Schulung ihrer Führungskräfte

Russische Unternehmen befinden sich im Modernisierungsprozess - und benötigen u.a. dringend Unterstützung für ihre Führungskräfte-Entwicklung. Für deutsche Weiterbildner könnte es daher interessant sein, den russischen Markt näher unter die Lupe zu nehmen. Eine erste Anlayse zeigt: Der Marktzutritt erfolgt über Kooperationen mit russischen Partnern.

Ihre Fühler nach dem russchischen Weiterbildungsmarkt auszustrecken, ist für deutsche Bildungsanbieter auf alle Fälle eine Überlegung wert. Der Weiterbildungsbedarf in Russland ist enorm, allein im Bereich der Administratoren, Spezialisten und Beamten wird er gemäß einer Studie der Kaufmann Unternehmensberatung GmbH in Kooperation mit iMOVE auf 20 Millionen Personen geschätzt. Seine Quelle hat dieser riesige Weiterbildungsbedarf in der anhaltend positiven Entwicklung der russischen Wirtschaft, die zu umfangreichen Modernisierungsprozessen in fast allen Branchen geführt hat. 'Viele russische Unternehmen befinden sich derzeit in einem Umwandlungsprozess', sagt Sabine Gummersbach-Majoroh, Leiterin von iMOVE, der Bonner Arbeitsstelle zur Unterstützung des internationalen Marketings in der Berufsbildung. Und sie hätten erkannt, dass der Erfolg des Wandels zum Großteil von den Mitarbeitern abhängt. Daher bestehe eine starke Bereitschaft von Seiten der Unternehmen, in Qualifizierungsmaßnahmen zu investieren.

Russische Manager brauchen Nachhilfe im Softskill-Bereich

Aus Gesprächen mit Vertretern russischer Unternehmen und Unternehmerverbände weiß Gummersbach-Majoroh, dass insbesondere die Führungskräfte dringend Nachhilfe benötigen. 'Es besteht ein riesiger Schulungsbedarf für das Thema Unternehmensführung, aber auch für den gesamten Softskill-Bereich müssen die russischen Führungskräfte fit gemacht werden', so die Leiterin von iMOVE. Ferner bestehe großer Weiterbildungsbedarf für die Bereiche Change-Management und Qualitätsmanagement.

Der Marktzutritt erfolgt über russische Kooperationspartner

Alleine können russische Unternehmer und Weiterbildner diese Aufgaben nicht stemmen. Für ausländische Weiterbildungsanbieter ist der Markt daher sehr offen. Deutschen Bildungsanbietern, die sich mit dem Gedanken tragen, Weiterbildung in Russland anzubieten, empfiehlt Gummersbach-Majoroh, Kooperationspartner in Russland zu suchen. 'Ich denke da weniger an staatliche Einrichtungen - bei denen besteht das Problem der Finanzierung - als vielmehr an russische Unternehmen und Bildungsinstitute', sagt Gummersbach-Majoroh. Besser als die direkte Kontaktaufnahme mit den Unternehmen sei aber der Weg über Verbände und Kammern vor Ort.

Für alle Weiterbildner, die sich vor Ort über die Möglichkeiten auf dem russischen Bildungsmarkt informieren und erste Kontakte knüpfen wollen, veranstaltet iMOVE vom 25. bis 29. Juni 2006 eine Delegationsreise nach Moskau. Interessenten müssen sich schnell entschließen, Anmeldeschluss ist der 8. Mai 2006. Die Teilnahmegebühr beträgt 350,- Euro pro Organisation (pro Organisation können max. zwei Personen teilnehmen). Kosten für Flug und Unterbringung sind nicht im Preis enthalten.

Im Rahmen von Kooperationsbörsen und Besuchen bei Bildungseinrichtungen und Unternehmen in Russland bietet iMOVE den Teilnehmern Gelegenheit, potenzielle russische Kooperationspartner kennen zu lernen. Neben einem Vertreter von iMOVE ist die Begleitung eines Vertreters des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) auf der Delegationsreise vorgesehen.

Nähere Infos erteilt Markus Milwa unter Tel.: 0228-1 07-1770, E-Mail: milwa@imove-germany.de.
Autor(en): (pwa)
Quelle: Training aktuell 05/06, Mai 2006
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