Netzwerke/Kooperationen

Risiken und Chancen grenzüberschreitender Zusammenarbeit

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) befinden sich auf der Suche nach neuen Märkten im Ausland in einem Dilemma: Um Internationalisierungsrisiken wie Wechselkursschwankungen, Verhandlungsmarathons, Aufrufe zum Produktboykott oder terroristische Anschläge einzudämmen, müssen sie auf transnationale Unternehmensnetzwerke setzen. Doch solch eine Zusammenarbeit birgt auch Risiken, denn Kooperationspartner können ihre eigenen Interessen über die gemeinsam ausgehandelten stellen.

Was also tun? Auf eigene Faust loslegen oder doch auf Zusammenarbeit setzen? Wie muss ein gutes Netzwerk aufgebaut sein, dass allen zum Vorteil gereicht? Diese Fragen will der neu gegründete geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungsverbund 'Transnationale Netzwerke - Geschäftserfolg von KMU durch interkulturelles Risikomanagement' - kurz: Fortrans.net - beantworten. Im August dieses Jahres hat er seine Arbeit aufgenommen.

Fortrans.net besteht aus Mitarbeitern der Universitäten Bamberg, Bayreuth, Erlangen-Nürnberg und München. Sprecher ist Professor Torsten M. Kühlmann. Die Hochschulen wollen drei Jahre lang gemeinsam forschen und werden vom Bayerischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit rund einer Million Euro unterstützt.
Ziel ist es, den Beitrag transnationaler Netzwerke für das Risikomanagement kleiner und mittelständischer Unternehmen wissenschaftlich zu untersuchen. Daneben sollen vor allem praktische Handlungsempfehlungen für die Gestaltung der Netzwerke erarbeitet werden.

Auf der Agenda stehen bereits sechs Projekte: U.a. soll beleuchtet werden, wie man Mitarbeiter kleiner und mittelständischer Unternehmen auf einen erfolgreichen Auslandseinsatz vorbereitet. Die These der Forscher: Die privaten Netzwerke der Mitarbeiter tragen zum Erfolg der KMU im Ausland besonders bei. Deshalb will man untersuchen, wie die Netzwerkbildung in der Ferne funktioniert und wie man sie durch Trainingsmaßnahmen unterstützen kann.
Autor(en): (com)
Quelle: Training aktuell 09/05, September 2005
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