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Praxistest „Impulse“
Praxistest „Impulse“

Geistige Fitness trainieren

In einer Welt, in der ständige Veränderungen zum Alltag gehören, wird es immer wichtiger, geistig fit zu sein. Wer den Überblick behalten und fundierte Entscheidungen treffen will, braucht ein gut trainiertes Gehirn. Genau hier setzen Gehirnjogging-Apps an: Mit spielerischen Übungen wollen sie unterstützen, kognitive Fähigkeiten zu fördern. Training aktuell hat eine von diesen Anwendungen getestet: die App „Impulse“.

Das Angebot

Die geistige Fitness spielerisch im Alltag trainieren – das ist das Ziel der App „Impulse“. Sie enthält ein tägliches Trainingsprogramm, mehr als 35 Denkspiele und über 100 Logikrätsel, mit denen kognitive Fähigkeiten wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Kopfrechnen und Problemlösung gezielt verbessert werden können. Ergänzt wird das Angebot durch Entspannungsspiele und verschiedene Tests, die z.B. Rückschlüsse auf die eigene Persönlichkeit, den individuellen IQ-Wert oder das aktuelle Stresslevel ermöglichen. „Impulse“ gehört mit über 75 Millionen Downloads zu den erfolgreichsten Gehirnjogging-Apps in den Stores. Entwickelt wurde sie vom Anbieter GMRD Apps Limited.

TA-Check

Um die App „Impulse“ zu testen, lade ich sie zunächst aus dem App Store meines Smartphones herunter. Beim ersten Öffnen werde ich durch einen kurzen Fragebogen geführt. Darin geht es um mein Vorwissen zum Thema Gehirntraining, meine persönlichen Ziele mit der App und einige Angaben zu meiner Person. Anschließend erscheint ein Bildschirm mit verschiedenen Zahlungsoptionen. Zur Auswahl stehen ein Wochen- oder Jahresabo oder ein einmaliger Kauf mit lebenslangem Zugriff. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, die App drei Tage lang kostenlos zu testen. Ich entscheide mich für diese Option und gelange dann auf den Home-Bildschirm.

Die Oberfläche ist schlicht gehalten, vorwiegend Blau- und Weißtöne bestimmen das Farbschema. Die Inhalte sind in fünf Bereiche gegliedert: Unter „Heute“ wird das tägliche Trainingsprogramm angezeigt, das aus drei verschiedenen Spielen für die geistige Fitness besteht. Zusätzlich schlägt die App in diesem Bereich ein Entspannungsspiel und einen Test vor. Der Bereich „Spiele“ enthält eine Bibliothek mit allen Spielen der App. Diese sind in die Kategorien „Problemlösen“, „Kopfrechnen“, „Aufmerksamkeit“, „Gedächtnis“ und „Entspannung“ unterteilt. Unter „Rätsel“ sind Denksportaufgaben zu finden, wobei für mich aktuell nur eine sichtbar und alle anderen mit Fragezeichen versehen sind. Die Aufgabe muss gelöst werden, um die nächste freizuschalten. Im Bereich „Tests“ stehen die verschiedenen Tests zur Verfügung und das „Profil“ gibt einen Überblick über die persönlichen Fortschritte bei der Nutzung der App. Diese werden in Form von Grafiken und einem Kalender dargestellt.

Nachdem ich mir einen Überblick verschafft habe, starte ich mit dem täglichen Trainingsprogramm. Ein blauer Bildschirm mit einem Socken-Icon erscheint. Ich werde über den Namen und die Kategorie des Spiels informiert – „Identische Gegenstände“ aus der Kategorie „Aufmerksamkeit“ – und darüber, was das Spiel bewirken soll: Es soll dabei helfen, sich länger auf ein Thema zu konzentrieren. Neugierig klicke ich auf den Startknopf. Auf dem Bildschirm erscheinen mehrere Felder, die jeweils mit verschiedenen Icons versehen sind – etwa einer Sonne oder einer Pflanze. Am unteren Bildschirmrand wird die Spielanleitung eingeblendet: „Prüfen Sie die Anzahl der zu findenden Paare und klicken Sie diese an.“ Nach einer kurzen Proberunde beginnt das eigentliche Spiel. Am oberen Rand wird angezeigt, dass insgesamt fünf Runden innerhalb einer Minute zu absolvieren sind. Ein Timer zählt die Zeit herunter. Das Spielfeld umfasst zu Beginn zwölf Felder, in jeder Runde kommen weitere hinzu. Auch die Anzahl der Paare, die gleichzeitig gefunden werden müssen, steigt. Trotzdem fällt mir die Übung leicht – nach nur 20 Sekunden bin ich mit allen Runden fertig. Danach erscheint eine Auswertung: „Du hast 70 Prozent aller Gleichaltrigen geschlagen.“

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Motiviert klicke ich auf das nächste Spiel im Trainingsprogramm. Wieder erscheint ein blauer Bildschirm – diesmal mit einem Geister-Icon. Das Spiel trägt den Titel „Versteckte Geister“ und gehört zur Kategorie „Gedächtnis“. Es soll dabei helfen, neue Informationen im Kurzzeitgedächtnis zu speichern. Nach einem Klick auf den Startknopf erscheinen neun quadratische Felder auf dem Bildschirm, drei davon zeigen kurz ein Geister-Icon. Die Anleitung: „Merken Sie sich die Felder, auf denen die Geister erschienen sind. Klicken Sie diese an.“ Das Spiel besteht aus sieben Runden. In jeder Runde steigt die Anzahl der Geister-Icons, und es kommen mehr Felder hinzu. Die ersten vier Runden meistere ich ohne Probleme. Dann wird es kniffliger. Gut, dass das Spiel keinen Timer hat, das hätte mich unter Druck gesetzt. Stattdessen wird gezählt, wie oft ich richtig- oder falschliege. Nach etwa drei Minuten beende ich das Spiel mit einigen Fehlern. Trotzdem ist das Ergebnis positiv: 65 Prozent meiner Altersgenossen habe ich übertroffen.

Nun öffne ich das letzte Spiel des Trainingsprogramms. Ein Bildschirm mit einer großen Zahl wird sichtbar, und ich erfahre, dass das Spiel „Alte Zahlen“ heißt und ebenfalls zur Kategorie „Aufmerksamkeit“ gehört. Wie das erste Spiel „Identische Gegenstände“ soll es die Konzentration verbessern. Ich klicke wieder auf den Startbutton, und es erscheinen sechseckige Flächen, auf denen Zahlen stehen. Die Anleitung: „Klicken Sie die Zahlen in aufsteigender Reihenfolge an.“ Das Spiel besteht aus fünf Runden und hat wieder einen Timer. In 70 Sekunden müssen alle Runden durchgespielt sein. Schnell merke ich, dass dieses Spiel mir weniger liegt: Ab der dritten Runde verliere ich zu viel Zeit beim Suchen der richtigen Zahlenfolge, und der Timer läuft ab, bevor ich fertig bin. Das Ergebnis: Ich habe nur 25 Prozent aller Gleichaltrigen übertroffen.

„Impulse“ enthält ein tägliches Trainingsprogramm, mehr als 35 Denkspiele und über 100 Logikrätsel, mit denen kognitive Fähigkeiten wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Kopfrechnen und Problemlösung verbessert werden können.

Bis zum späten Nachmittag lege ich mein Smartphone beiseite und beschließe dann, einen Test über mein aktuelles Stresslevel zu machen. Dabei muss ich 30 verschiedene Aussagen auf einer Skala von 1 bis 5 bewerten – z.B.: „Ich fühle mich von meinen Aufgaben überfordert“, „Ich bin oft gereizt, wütend oder ungeduldig“. Die Durchführung des Tests dauert ca. fünf Minuten, und im Anschluss erhalte ich eine ausführliche Auswertung, die nicht nur meine Stressbelastung einordnet, sondern auch Hinweise auf mögliche Ursachen und konkrete Tipps zur Stressbewältigung gibt.

In den folgenden zwei Tagen der Testversion nutze ich die App weiterhin regelmäßig: Ich führe die täglichen Trainingsprogramme durch, spiele zwischendurch weitere Denkspiele und mache mehrere Tests. Ich löse auch einige Rätsel. Allerdings komme ich hier nach einiger Zeit nicht mehr weiter, weil ich ein schwieriges Rätsel nicht gelöst bekomme.

IM TEST

  • Produkt: App „Impulse“, erhältlich für Android und iOS
  • Anbieter: GMRD Apps Limited
  • Preis: Wochenabo 6,99 Euro, Jahresabo 43,33 Euro, Einmalkauf 59,99 Euro, dreitägige Testversion
  • Link: bit.ly/TA_AppImpulse

TA-Eindruck

Die App gefällt mir gut. Die Oberfläche ist übersichtlich gestaltet. Das tägliche Trainingsprogramm unterstützt eine kontinuierliche Nutzung, und die Auswahl der Denkspiele ist abwechslungsreich. Der ansteigende Schwierigkeitsgrad hält die Übungen fordernd und steigert den Spielspaß. Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Nutzenden schaffen zusätzliche Motivation. Ich konnte durch das regelmäßige Spielen feststellen, dass ich immer besser wurde, selbst bei den Spielen, die mir zu Beginn nicht lagen.

Weniger gelungen finde ich den Rätselbereich der App: Wer es nicht schafft, ein Rätsel zu lösen, hat keine Chance, es zu überspringen oder Hilfe in Form von Hinweisen in Anspruch zu nehmen. Weitere Rätsel lassen sich dadurch nicht freischalten, die Motivation, weiterzumachen, sinkt.

TA-Fazit

Eine gute App mit vielen Denkspielen und -aufgaben, die das Gehirn in unterschiedlichen Kategorien trainieren.

Die Autorin: Janine Dengel

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