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Beitrag von Kerstin Boll aus Training aktuell 11/25, November 2025
Der Druck, digital sichtbar und aktiv zu sein, wächst. Social-Media-Plattformen, Podcasts, Newsletter, Video-Formate, jetzt Künstliche Intelligenz – fast täglich erscheint ein neues Tool, eine neue Plattform oder der nächste Trend. Hinzu kommt ein zunehmend scharfer Ton in den sozialen Medien. Wer nicht ständig sendet, scheint zurückzubleiben. Ratschläge wie „Wenn Sie jetzt nicht XY machen, ist Ihr Business bald tot“ setzen zusätzlich unter Druck. Die digitalen Tools und Möglichkeiten, die uns eigentlich entlasten sollen, verstärken das Gefühl, mithalten zu müssen.
Das Ergebnis? Ohnmacht. Eine Beraterkollegin berichtet, dass andere Selbstständige ihr früher erzählt hätten, sie wollten möglichst lange arbeiten. Heute werde sie immer häufiger gefragt: „Wie lange halte ich das noch durch?“ Für diesen Zustand der Erschöpfung – ausgelöst durch die ständige Nutzung digitaler Geräte bzw. Kanäle und die damit einhergehende Informations- und Reizüberflutung – gibt es einen Begriff: Digital Fatigue. Davon betroffen sein können sowohl Weiterbildungsanbieter als auch potenzielle Kundinnen und Kunden, privat wie beruflich. Das kann es Weiterbildenden schwer machen, sich treu zu bleiben und aus der Konkurrenz herauszustechen.
Eine mögliche Lösung: Innehalten, einen Schritt zurückgehen und überlegen, worauf es wirklich ankommt. Meiner Erfahrung nach buchen Kunden Trainerinnen, Berater und Coachs, weil sie ihnen vertrauen. Weil sie glauben, dass sie ihre Ziele mit ihnen zusammen besser erreichen als allein. Weiterbildende können sich bei ihrer (digitalen) Positionierung also auf drei zentrale Ziele der Kommunikation konzentrieren: Angebot vorstellen, Vertrauen schaffen und Bekanntheit aufbauen.